„Der Fall Collini“
Film mit Elyas M’Barek sorgt für "Unfall" in der Uckermark

Völlig zerstört wurde eine Limousine während des Filmdrehs.
Völlig zerstört wurde eine Limousine während des Filmdrehs.
Wasserwacht Templin

Bei einem Filmdreh einer Berliner Stuntcrew in Mellenau waren auch neun Uckermärker dabei. Sie hofften, Elyas M’Barek und Heiner Lauterbach zu treffen.

„Normalerweise werden wir erst zu Unfällen gerufen, wenn diese bereits geschehen sind“, sagt Stefan Oeser, Berufsfeuerwehrmann und stellvertretender Ortswehrführer in Hardenbeck. Vor einigen Tagen konnte der junge Mann aber live miterleben, wie ein Fahrzeug mit 100 km/h gegen einen Sattelschlepper krachte.

Elyas M’Barek war nicht dabei

Sechs Kameraden der Ortswehr und drei Mitglieder der Wasserwacht/Katastrophenschutz Templin wurden mit Sicherungsmaßnahmen bei einem Filmdreh zwischen der Kreuzung Funkenhagen/Mellenau und Mellenau beauftragt. Gedreht wurde in den vergangenen Wochen überwiegend im Schloss Arendsee. Doch für die Stuntaufnahmen für den Film „Der Fall Collini“ schien das Boitzenburger Land wohl geeigneter zu sein. „Die Berliner Crew bestand aus drei Film- und drei Tonleuten, acht Stuntmen und natürlich dem Regisseur“, erinnert sich Stefan Oeser. Auf Schauspieler wurde bei diesem gefährlichen Dreh verzichtet. „Wir haben weder Elyas M’Barek noch Heiner Lauterbach gesehen.“

Blick hinter die Kulissen

Trotzdem war es ein spannender Tag: Gegen 12 Uhr wurde mit den Vorbereitungen begonnen, die bis zum 21 Uhr andauerten. Die meiste Zeit warteten die neun Uckermärker, dass ihre Dienste benötigt wurden. Der eine oder andere Ratschlag wurde gern von der Crew angenommen, erzählt Stefan Oeser. Da aber auch Stuntmen nicht lebensmüde sind, saß natürlich niemand hinter dem Lenkrad, als der Wagen mit 100 km/h gegen den Lkw gezogen wurde. Gezogen? „Ja, auf der Straße wurde eine Schiene angebracht. Und vor dem Lkw stand ein leistungsstarkes Fahrzeug, das die Limousine mit Hilfe eines Seiles unter den Anhänger zog.“

Ein kleines Feuer am Fahrzeug löschten die Kameraden dann mit Wasser. Für ihren Einsatz erhält die Gemeinde eine Spende vom Auftraggeber. Das kaputte Fahrzeug holte das Abschleppunternehmen von Klaus Strobel aus Bietikow ab. Der Anhänger wurde nach Aussage von Stefan Oeser mit Hilfe eines Krans von einem Greiffenberger Unternehmen abtransportiert.