WÄHLERGEMEINSCHAFT GEGRÜNDET

Sie wollen Lychen stärker voranbringen

Weil sie unzufrieden damit sind, wie die Dinge in ihrer Stadt laufen, haben fünf Bürger die Initiative ergriffen. Sie wollen ins Stadtparlament.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Sven Herwig, Heiko Rips, Jan Genschow, Marco Hoffmann und Tobias Schween (von links) haben die Wählergemeinschaft „Lychen tut gut“ ins Leben gerufen und wollen sich künftig kommunalpolitisch in der Flößerstadt engagieren.
Sven Herwig, Heiko Rips, Jan Genschow, Marco Hoffmann und Tobias Schween (von links) haben die Wählergemeinschaft „Lychen tut gut“ ins Leben gerufen und wollen sich künftig kommunalpolitisch in der Flößerstadt engagieren. LTG
Lychen.

In Lychen ist eine neue Wählergemeinschaft aktiv. Fünf Bürger, vornehmlich aus der Unternehmerschaft, haben sie gegründet. Ihr selbst erklärtes Ziel ist es, die Entwicklung ihrer Stadt stärker voranbringen. Eigenen Angaben zufolge sind sie damit unzufrieden, wie die politisch Verantwortlichen mit brisanten kommunalen Themen umgehen. Kompromisslose Haltungen hätten zu verhärteten Fronten geführt, die Entwicklung der Stadt stagniere dadurch.

Bewusste Konfrontation

Neben Sven Herwig, Jan Genschow und Heiko Rips zählen mit Tobias Schween (CDU) und Marco Hoffmann, der für die CDU antrat, zwei Stadtverordnete zu den Gründungsmitgliedern. So wie ihre Mitstreiter lehnen die beiden Kommunalpolitiker den Bau eines Stadthafens in der Größenordnung ab, wie er bis jetzt geplant ist. Die LTG-Mitglieder befürchten, dass dieses Projekt viel zu teuer wird, sodass kaum noch Geld für andere Vorhaben bleibt. Mit dieser Haltung stellt sich die Wählergemeinschaft klar gegen die CDU-Stadtfraktion, die für den Bau kämpft. Schween hat erste Konsequenzen gezogen und ist aus der CDU-Stadtfraktion ausgetreten. Im übrigen sei die LTG nicht prinzipiell gegen einen Stadthafen. Sie plädieren für ein Modell, das Schritt für Schritt erweitert werden kann.

Ziele definiert

Doch die LTG-Mitglieder stellen sich nicht nur gegen das Vorhaben. Sie wollen vielmehr nach Aussagen des Vorsitzenden Jan Genschow etwas bewirken. So wollen sie sich die Schaffung von attraktiven Wohnraum, die Erschließung von Bauland, die Belebung der Innenstadt oder die Erneuerung alter Technik der Feuerwehr einsetzen. Wichtige Themen seien darüber hinaus die Schaffung von Kitaplätzen und die Entwicklung der städtischen Grundschule.

Die LTG versteht sich als parteienunabhängige Gemeinschaft. Im kommenden Jahr wollen die Mitglieder bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung antreten.

 

 

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