STREIT UM STÄDTISCHE FLÄCHEN

SPD in Templin gegen Baurecht für Eigenheime

Die Zukunft der Angler am Weinberg in Templin bleibt ungewiss. Ein Vorschlag der Sozialdemokraten kann sie jetzt jedoch hoffen lassen.
Sigrid Werner Sigrid Werner
Soll der Hang an der Weinbergstraße bebaut werden dürfen? Der Uferbereich soll dabei frei bleiben. 
Soll der Hang an der Weinbergstraße bebaut werden dürfen? Der Uferbereich soll dabei frei bleiben. Sigrid Werner
Templin.

Derzeit noch nicht bebaute städtische Flächen an der Templiner Weinbergstraße sollen nicht für die Bebauung mit Häusern zur Verfügung gestellt werden. Das hat jetzt die SPD-Fraktion der Stadt vorgeschlagen. Die Flächen sollen weder verkauft, noch verpachtet oder getauscht werden. Die SPD reagierte damit auf Bestrebungen der Stadt und eines Investors, im oberen Bereich der Weinbergstraße Baurecht für fünf Einfamilienhäuser zu schaffen. Dazu wäre ein Flächentausch zwischen Stadt und Investor nötig.

Neuer Vorstoß Anfang des Jahres

Im ersten Anlauf war der Antrag zur Aufstellung eines Bebauungsplanes Weinbergstraße schon in den Ausschüssen gescheitert. Anlieger und der ansässige Angelverein hatten massiv protestiert. Doch inzwischen haben die Angler für ihr Vereinsgelände die Kündigung erhalten. Die einzige Chance, einen Bootssteg am Ufer und ihren Vereinstreff zu behalten, wäre ein Flächentausch zwischen Stadt und Investor, falls Baurecht geschaffen würde. Die Petrijünger haben sich inzwischen für ein Pachtverhältnis mit der Stadt ausgesprochen. Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) will Anfang des Jahres einen neuen Vorstoß für einen B-Plan wagen und den Antrag erneut in den Ausschüssen zur Diskussion stellen.

Grün als Ausgleichsfläche

Die SPD-Fraktion hat andere Pläne mit dem Areal. Sie schlägt vor, es als Fläche für sogenannte Ausgleichsmaßnahmen freizuhalten.

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