Öffentliche Gesprächsrunde

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Stadthafen-Projekt kommt in Zugzwang

Ideen zum Stadthafen waren gefragt.
Ideen zum Stadthafen waren gefragt.
Horst Skoupy

Das Vorhaben in Lychen ist umstritten. Doch wenn es umgesetzt werden soll, muss die Stadt jetzt damit vorankommen.

Das Planungsbüro mediamare consulting stellte am Mittwochabend erste Ergebnisse einer Umfrage zum geplanten Stadthafen in Lychen vor. Die Planer hatten im vergangenen Jahr von den Stadtverordneten den Auftrag bekommen, ein Nutzungskonzept sowie eine Wirtschaftslichkeitsberechnung zu erstellen. Eigenen Angaben zufolge hatte die Mitarbeiter 23 touristische Akteure und Bürger in der Stadt interviewt. In einem Werkstattgespräch, zu dem Firma gemeinsam mit der Stadt eingeladen hatte, werteten sie ihre Erkenntnisse aus. Zugleich erhofften sie sich Ideen und Anregungen, wie der künftige Stadthafen genutzt werden kann.

Am unteren Limit

Seit 18 Jahren diskutieren die Lychener über das Für und Wider eines Stadthafens. Doch jetzt müssen sie mit dem Thema vorankommen. Ohne Nutzungskonzept und ohne Wirtschaftslichkeitsberechnung könne die Stadt Antrag auf Fördermittel stellen, sagte Peter Dörnfeld, Geschäftsführer des Planungsbüros.

Trotz dieses Drucks äußerten viele der rund 100 Besucher im Saal ihre Zweifel. Allen voran die Befürchtung, dass ein Stadthafen mit 60 Liegeplätzen für Boote viel zu groß für Lychen sei. Doch diesem Argument trat Peter Dörnfeld entschieden entgegen. Der Planer verwies darauf, das 60 Liegeplätze das untere Limit sei, um einen Stadthafen wirtschaftlich betreiben zu können.

Über Vorhaben abgestimmt

Um wenigsten unter den rund 100 Bürgern im Saal ein Bild über die Stimmungslage zu erhalten, stellte Peter Dörnfeld schließlich die Frage, wer für einen Stadthafen in Lychen wäre. In einer deutlichen Mehrheit gingen die Arme der Besucher nach oben. Die Gegenprobe zeigt, dass weit weniger ihn nicht wollen.