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Stadtverordneter wirft das Handtuch

Thomas Kolberg wird sich nun wieder ganz auf seinen eigentlichen Broterwerb, seine Bäckerei und das Café, konzentrieren können.
Thomas Kolberg wird sich nun wieder ganz auf seinen eigentlichen Broterwerb, seine Bäckerei und das Café, konzentrieren können.
Sigrid Werner

Der Templiner Thomas Kolberg sieht keinen Sinn mehr in seinem politischen Engagement. Der CDU-Mann hat kein Verständnis dafür, dass eine Entscheidung zur Kirchplatzgestaltung kurz danach revidiert wurde.

Thomas Kolberg hat seinen Ausstieg aus der Templiner Stadtverordnetenversammlung erklärt. Damit reagiert der Handwerker auf eine umstrittene Entscheidung zur Gestaltung des Kirchplatzes in der Kurstadt. "Ich halte es für moralisch verwerflich, nach verlorener demokratischer Abstimmung solange nach neuen Mehrheiten zu suchen, bis ein Beschluss gekippt wird", erklärte der langjährige Kommunalpolitiker. Ein solches Verhalten sende falsche Signal aus. Weder die Wähler noch potenzielle Investoren hätten keine Sicherheit mehr, wenn einmal getroffene Entscheidungen keinen Bestand hätten.

Zu wenig Gestaltungsspielraum

Die jüngsten Ereignisse waren für Thomas Kolberg indes nur der Anlass. Mit dem Gestaltungsspielraum, der ihm als Stadtverordneten blieb, war er zunehmend unzufrieden. So hadert er mit der Entscheidung, dass wiederholt die Stellen des Geschäftsführers der NaturTherme Templin und der TourismusMarketing Templin GmbH in Personalunion ausgeschrieben wurden. "Wir sind dabei, Fehler der Vergangenheit zu wiederholen und erneut einen Geschäftsführer für zwei Firmen zu bestimmen", sagte er. Wenn die Stadt etwas Vernünftiges erreichen will, müsse sie auch Geld dafür in die Hand nehmen.

Thomas Kolberg will sich nach eigenen Angaben aus der Stadtpolitik zurückziehen. Ledig im Ortsverband der Templiner CDU wolle er künftig noch mitarbeiten.