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Statt neuer Straße nur Vertröstungen

Peter-Christian Müller, Ortsvorsteher von Klaushagen, fällt es schwer zu hoffen, dass die Fahrbahn dieses jahr noch erneuert wird.
Peter-Christian Müller, Ortsvorsteher von Klaushagen, fällt es schwer zu hoffen, dass die Fahrbahn dieses jahr noch erneuert wird.
Sigrid Werner

Nach jahrelangen Versprechungen sollte in diesem Jahr der Ausbau der Landesstraße 217 durch Klaushagen erfolgen. Sollte. Dann machte das Ministerium die Hoffnungen wieder zunichte. Ein Funke aber bleibt.

Klaushagens Ortsvorsteher Peter-Christian Müller glaubt vermutlich erst an die neue Ortsdurchfahrt vor seinem Haus, wenn er sie neu gebaut vor sich liegen sieht. Noch im Januar dieses Jahres war er optimistisch. Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb für Straßenwesen bestärkte ihn darin. Letzterer hatte Anfang des Jahres informiert, man sei mit der Ortsdurchfahrt Klaushagen auf einem guten Weg, wolle sie 2015 bauen. Der Landesbetrieb ließ im Februar sogar schon die störenden Bäume im Ort fällen.

Doch schon im Frühjahr kam alles wieder ganz anders. Da legte das Land eine Liste der Planungs- und Bauprojekte vor, die im Rahmen des 100-Millionen-Euro-Sanierungsprogramms (P 100) für Landesstraßen realisiert werden sollten. Zu den Ortsdurchfahrten, die noch 2015 in Angriff genommen werden sollten, gehörte Klaushagen plötzlich nicht mehr. Der Bau der maroden Holperpiste auf der L 217 durch Klaushagen war wieder ein Jahr nach hinten gerückt.

Grund ist die Führung des Landeshaushaltes

Wir fragten bei Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb für Straßenwesen nach. Warum Klaushagen auf der Landesliste wieder nach hinten gerutscht war, ließ er offen. Wie so oft hänge alles an der vorläufigen Haushaltsführung des Landes. Die Mittel für den Straßenbau seien noch nicht freigegeben. Sobald das Kabinett im Juni/Juli den Haushaltsbeschluss gefasst habe, könne das Vorhaben in Klaushagen vorangetrieben und möglicherweise doch 2015 begonnen werden, stellte Otte in Aussicht.