RBB-Robur in Lychen

Suche nach Kompromiss zu Stadthafen

Seit 2015 haben die Lychener das Okay für den Bau eines Stadthafens. Doch in der Flößerstadt gibt es Streit um die Größe.
Sigrid Werner Sigrid Werner
Befürworter und Gegner des großen Stadthafenprojektes diskutierten am Stadtsee vor laufender Kamera.
Befürworter und Gegner des großen Stadthafenprojektes diskutierten am Stadtsee vor laufender Kamera. Sigrid Werner
Familie Kohtz aus Boitzenburg ist gern auf den Lychener Seen unterwegs.
Familie Kohtz aus Boitzenburg ist gern auf den Lychener Seen unterwegs. Sigrid Werner
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Lychen.

Die CDU in der Flößerstadt Lychen wird sich an das Votum der Bürger zum umstrittenen Stadthafenprojekt halten. Das hat der Vorsitzende des Stadtverbandes Henryk Wichmann vor laufender Kamera von Brandenburg Aktuell versprochen. Das Team des RBB-Robur-Busses hatte zu einer Diskussion an den Stadtsee eingeladen.

Denn in der Stadt gibt es zwei Lager: Jene Bürger, die sich eine Attraktion für Lychen wünschen und dafür das 2015 durch einen Planfeststellungsbeschluss genehmigte Stadthafenprojekt endlich realisiert sehen wollen, um die Chance auf Fördermillionen nicht zu verpassen. 2015 waren die Kosten noch auf 3,1 Millionen Euro geschätzt worden. Doch die Preise steigen. Nach dem genehmigten Projektentwurf müsste für ein Hafenbecken aufwendig ein Stück Wiese ausgehoben werden.

Angst, dass sich Lychen übernimmt

Gegner befürchten, dass sich Lychen damit finanziell übernimmt. Sie schlagen eine kleinere Variante vor. Im November soll eine Bürgerbefragung stattfinden. Erst dann will Stadt die Kostenschätzung erneuern lassen. Einziger Konsens aus der Diskussion: Die Vertreter beider Lager müssten sich unbedingt an einem runden Tisch treffen, um nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.