Arbeitsgruppe irritiert

:

Taugen diese Ruinen für eine Jugendherberge?

Die denkmalgeschützte Hyparschale und die angrenzende Restaurantruine passen nicht so recht ins Bild eines gepflegten Bürgergartens mit Parkcharakter. Doch was soll damit passieren?
Die denkmalgeschützte Hyparschale und die angrenzende Restaurantruine passen nicht so recht ins Bild eines gepflegten Bürgergartens mit Parkcharakter. Doch was soll damit passieren?
Sigrid Werner

Die Bürger einer offenen Arbeitsgruppe hatten mehrheitlich für die Gestaltung eines grünen Naherholungsgebietes im Templiner Bürgergarten plädiert. Doch dann überraschte die Stadtverwaltung mit einer neuen Idee.

Der Abriss eines Bettenhauses eröffnet die Möglichkeit zur Neugestaltung des Templiner Bürgergartens. Einwohner der Stadt können in einer Arbeitsgruppe mitreden, wie das Terrain mit Parkcharakter künftig aussehen soll. Nach den ersten Treffen war der Tenor ziemlich eindeutig: Die meisten wünschten sich einen Naherholungspark für die ganze Familie, mit Erlebnisspielplätzen und Umweltbildungsangeboten. Einer erneuten Bebauung des Bettenhaus-Areals wurde mehrheitlich eine Absage erteilt. 

Doch zum Komplex des ehemaligen Ferienhaus gehören auch eine denkmalgeschützte Hyparschale sowie die Ruine des einstigen Restaurants. Auch dafür wurden bereits Ideen geäußert. Unter anderem wurde eine Jugendherberge wurde ins Spiel gebracht. Eine Idee, die in der Stadtverwaltung auf Interesse stieß. Bei so manchem Mitglied in der Arbeitsgruppe „Allende“ schrillten indes die Alarmglocken. Wollte die Verwaltung nun doch wieder Betonklötze in den Park stellen?

Mitnichten, versuchte Kurstadt­entwick­lungskoordinatorin Jana Hierdeis zu beschwichtigen. Es gehe um eine mögliche Entwicklung der vorhandenen Bausubstanz. Die Idee bestünde darin, die Jugendherberge vielleicht auf dem Grundstück des Restauranttraktes und der Hyparschale zu etablieren. „Wir stecken aber noch ganz in der Anfangsphase, die Messen sind noch keinesfalls gesungen.“