Kannenburger Schleuse

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Templin darf für Schifffahrtsamt bauen

Die Kannenburger Schleuse ist seit Herbst 2017 gesperrt. Für sie ist ein Ersatzneubau nötig.
Die Kannenburger Schleuse ist seit Herbst 2017 gesperrt. Für sie ist ein Ersatzneubau nötig.
Sigrid Werner

Die Kurstadt und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beschreiten Neuland. Die Stadt darf für den Bund als erste eine Schleuse bauen.

Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) und der Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Eberswalde (WSA), Peter Münch, haben am Mittwochabend eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung unterzeichnet. Im Rahmen der öffentlich-öffentlichen Partnerschaft übernimmt die Stadt Templin den Ersatzneubau der Kannenburger Schleuse, mit dem Ziel, die bestehende Sperrzeit der Anlage auf ein Minimum zu reduzieren. Der Bund trägt sämtliche Planungs- und Baukosten. Das Investitionsvolumen wird derzeit auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.

Baubeginn nicht vor 2019

Damit darf erstmals eine Kommune für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes eine Schleuse an einer Bundeswasserstraße errichten. Mit einem Baubeginn wird allerdings nicht vor 2019 gerechnet. Ob das ehrgeizige Ziel, den Ersatzbau bis Ende 2020 fertigzustellen, zu halten sein wird, dürfte sich allerdings erst nach den Baugrunduntersuchungen zeigen.