Zug nach Eberswalde

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Templin baut alten Bahnsteig wieder auf

Mitarbeiter des Templiner Straßen Service bereiten im Auftrag der Stadt den Bahnsteig in Templin für die Fahrten nach Eberswalde vor.
Mitarbeiter des Templiner Straßen Service bereiten im Auftrag der Stadt den Bahnsteig in Templin für die Fahrten nach Eberswalde vor.
Sigrid Werner,

Bald wird Grünes Licht für einen Probebetrieb auf der Bahnstrecke Templin-Eberswalde erwartet. Die Kommunen bemühen sich schon lange darum, dass dort wieder Züge fahren können.

Mitarbeiter der Firma Templiner Straßen Service sind in dieser Woche dabei, den zuletzt ungenutzten zweiten Bahnsteig am Stadtbahnhof Templin wieder flott zu machen. Im Auftrag der Stadt sollen sie die Betriebsbereitschaft für den Bahnsteig herstellen, damit dort ab 9. Dezember 2018 mit dem Fahrplanwechsel die Regionalbahn RB 63 von Templin nach Eberswalde starten kann.

Sechs Jahre Kampf um Wiederinbetriebnahme

Anliegerkommunen und die beiden Landkreise Barnim und Uckermark bemühen sich seit 2012 beim Land Brandenburg darum, dass die stillgelegte Strecke zwischen Templin und Joachimsthal auf dem Weg nach Eberswalde wiederbestellt wird. In dieser Woche werden die Verträge vom Land zur Unterschrift erwartet. Die Kommunen und Landkreise beteiligen sich mit zehn Prozent Eigenanteil an den Kosten des dreijährigen Probebetriebes.

Sieben Zugpaare zwischen Templin und Eberswalde

Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) und die Hanseatische Eisenbahngesellschaft (HANS) wollen mit dem Start des Winterfahrplans im Dezember wechselseitig täglich sieben Zugpaare auf die Reise schicken. Die Züge sollen dann zwischen Templin und Eberswalde (über Joachimsthal) durchfahren. Mindestens 300 Fahrgäste sind nötig, um die Strecke auch nach dem Probebetrieb weiter bedienen zu können.

Ein Amateurfilmer hat 1997 eine Fahrt auf der früheren Strecke dokumentiert: