Debatte geht weiter

Templiner Angler über Politiker verärgert

An einem möglichen Bauvorhaben in der Kurstadt scheiden sich die Geister nach wie vor. Ein Angelverein fürchtet um seine Existenz.
Michaela Kumkar Michaela Kumkar
Diese Bootsschuppen müssen bis Ende 2020 weichen.
Diese Bootsschuppen müssen bis Ende 2020 weichen. Weinberg
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Templin.

Ob in einem Templiner Wohngebiet am Ufer des Ratsteiches fünf Einfamilienhäuser entstehen oder nicht, darüber wird ab Februar weiter diskutiert. Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) kündigte an, einen modifizierten Vorschlag in die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung einzubringen. Diskutiert wird darüber bereits seit Herbst vergangenen Jahres. Von Beginn an stand das Vorhaben in der Kritik bei den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung. Anlieger und der ansässige Angelverein hatten massiv protestiert. Der Bürgermeister hatte die Vorlage daraufhin von der Tagesordnung genommen. Doch inzwischen haben die Angler für ihr Vereinsgelände die Kündigung zum 31. Dezember 2020 erhalten. Die einzige Chance, einen Bootssteg am Ufer und ihren Vereinstreff zu behalten, wäre ein Flächentausch zwischen Stadt und Investor, falls Baurecht geschaffen würde.

SPD ist gegen eine Bebauung

Die SPD-Fraktion ist gegen eine Bebauung der städtischen Flächen. Zur Zukunft des Angelvereins am Weinberg äußert sich die SPD in dem inzwischen gestellten Antrag nicht. Dessen Mitglieder haben das Gefühl, dass ihre Interessen im Augenblick bei keinem Stadtverordneten mehr eine Rolle spielen, sagen Vorsitzender Frank Lindenau und Schatzmeister Mike Ertzgräber. Anfangs seien die Mitglieder auch gegen eine Bebauung gewesen. Um aber wenigstens ein Stück des ganzen Geländes noch für den Verein behalten und nutzen zu können, habe sich das geändert. Der überwiegende Teil der Angler sei jetzt für den Bau einer gemeinsamen Steganlage, so die Vertreter des Vereins. Mit dem SPD-Antrag sei dem Angelverein in keiner Weise geholfen, machen Frank Lindenau und Mike Ertzgräber deutlich.

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