Direkt geht nicht
Templiner kritisieren schlechte Busverbindung

Von Templin aus kann man entweder mit der Buslinie 504 beziehungsweise 510 bis nach Wilmersdorf fahren. Dort müssen diejenigen, die nach Angermünde wollen, umsteigen.
Von Templin aus kann man entweder mit der Buslinie 504 beziehungsweise 510 bis nach Wilmersdorf fahren. Dort müssen diejenigen, die nach Angermünde wollen, umsteigen.
Konstantin Kraft

Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, der kommt von Templin aus nur mit Zwischenstopp nach Angermünde. Das sorgt für Ärger.

Wer von Templin aus direkt mit dem Bus nach Angermünde will, der muss in Wilmersdorf umsteigen. Entweder in eine andere Buslinie oder aber den Zug benutzen. Für etliche Templiner ist es kein Zustand, dass zwei größere Orte wie Templin und Angermünde in der Uckermark keine direkte Verbindung im Rahmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) haben.

Zusätzliche Angebote kosten mehr Geld

Aus Sicht von Landrätin Karina Dörk (CDU) sei es aus finanziellen Gründen leider nicht möglich, allen Bedürfnissen zu entsprechen. Die Landrätin nannte in einer Gesprächsrunde im Templiner Seniorenklub Zahlen: Der Öffentliche Personennahverkehr koste insgesamt 10,2 Millionen Euro im Jahr. Davon seien 4,2  Millionen kreiseigene Mittel. Zusätzliche Angebote würden mehr Geld kosten. Entscheidend sei, ob die Kommunen Geld dafür hergeben wollen.

In diesem Zusammenhang informierte Karina Dörk darüber, dass die Fraktion Grüne/Rettet die Uckermark angeregt hat, einen ÖPNV-Beirat zu gründen. Einen entsprechenden Antrag will Fraktionsmitglied Birgit Bader in den Kreistag einbringen. In diesem Beirat sollten Vertreter aus allen Regionen der Uckermark mitarbeiten, laute der Vorschlag. Auf diese Weise solle herausgearbeitet werden, auf welchen Strecken man eventuell nachsteuern müsse, so die Landrätin.