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Und wieder heißt es "Baum fällt!"

Gute 100 Jahre stand diese Linde in Templin. Nun musste sie gefällt und von der Straße geräumt werden.
Gute 100 Jahre stand diese Linde in Templin. Nun musste sie gefällt und von der Straße geräumt werden.
Uwe Werner

In der Templiner Bahnhofstraße wird eine 100-jährige Linde der Motorsäge geopfert, weil sie die Feuerwehrzufahrt zu einem Pflegeheim verstellt.

In den Morgenstunden stellten sich viele Passanten und Autofahrer am Mittwoch in der Bahnhofstraße die Frage: „Was ist denn da vorn wieder los?“ Sie mussten sich in Geduld üben, weil immer wieder eine rote Behelfsampel den Verkehr stoppte. Der Grund war ein Großeinsatz von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes, der Stadtgärtnerei und des Ordnungsamtes vor dem Pflegeheim „Haus unter den Linden“ von Karola Hinz.

Viele große Bäume sind mit ihrem grünen Blätterdach ein Segen für eine Kurstadt wie Templin. Eigentlich. Denn immer wieder kommt es vor, dass einige von ihnen zu einer Gefahr werden. So auch im Fall der rund 100-jährigen Linde, die nun ein „Opfer“ der Motorsäge wurde.

„Die Linde ist ungefähr 25 Meter hoch und steht direkt an der Zufahrt zum Gebäude. Bei einem Löscheinsatz der Freiwilligen Feuerwehr war kürzlich klar geworden, dass der Baum ein Hindernis darstellt, um das Gelände im Notfall schnell und sicher mit den Löschfahrzeugen und insbesondere mit der Drehleiter zu erreichen. Deshalb muss sie weichen“, erläuterte Stadtgärtnerin Swetlana Ginter. Auf Nachfrage des Uckermark Kurier versicherte sie, „dass es bis zum Spätherbst keine weiteren Baumfällungen in Templin und in den Ortsteilen geben wird“ – vorausgesetzt, es treten keine unvorhersehbaren Gefahrensituationen ein.