:

Verein auf Werbetour für eine Schulidee

Ludwig Otte (links) lernte einst am Joachimsthalschen Gymnasium und überlegt, dem Förderverein Joachimsthalsches Gymnasium Templin e.V.  beizutreten. Vorsitzender Ulrich Schoeneich berichtete ihm, wie es um die Chancen für eine europäische Schule steht.
Ludwig Otte (links) lernte einst am Joachimsthalschen Gymnasium und überlegt, dem Förderverein Joachimsthalsches Gymnasium Templin e.V.  beizutreten. Vorsitzender Ulrich Schoeneich berichtete ihm, wie es um die Chancen für eine europäische Schule steht.
Sigrid Werner

Das Joachimsthalsche Gymnasium soll eine Schule für Kinder aus ganz Europa werden, die eine pädagogische Antwort gibt auf den europäischen Einigungsprozess. Ein Förderverein putzt dafür fleißig Klinken. Doch der Countdown rückt näher.

"Ja, wir sind mutig. Wir brauchen Sie alle, machen sie mit", wandte sich der Vorsitzende des Fördervereins Joachimsthalsches Gymnasium Templin e.V., Ulrich Schoeneich, vor der jüngsten Mitgliederversammlung im Multikulturellen Centrum Templin an die interessierte Öffentlichkeit.

Kurz zuvor hatte der Verein Post aus dem Potsdamer Bildungsministerium erhalten. Bildungsminister Baaske hatte die Initiative des Vereins ausdrücklich begrüßt, auf dem Areal des traditionsreichen Joachimsthalschen Gymnasiums in Templin wieder eine der Weltoffenheit, Mehrsprachigkeit und Toleranz verpflichtete europäische Internatsschule aufzubauen.

Bundesministerin Johanna Wanka hat die Vereinsspitze sogar noch für März zu sich ins Ministerium eingeladen, um mit dem Generalsekretär des Oberen Rates anerkannter europäischer Schulen die Ideen der Templiner zu besprechen. Den Förderverein und seinem ehrenamtlichen Projektteam, das seit etwa einem halben Jahr professionell das 58,7 Millionen-Euro-Projektes von allen Seiten vorbereitet, sitzt die Zeit im Nacken. Am 31. August 2015 müssen sie die ersten 2,8 Millionen Euro zusammen haben, um sich die Immobilie vom jetzigen Eigentümer zu sichern. Dafür suchen sie händeringend finanzkräftige Sponsoren, die die Idee einer solchen Schule mittragen.

Europaweit gebe es derzeit keine europäische Internatsschule, die unter anderem auch Kinder von pendelnden EU-Bediensteten aufnehmen könnte, argumentiert der zweite Vereinsvorsitzende Dr. Ferdinand von Saint André.