Beratung und Unterstützung

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Von Landwirtschaft nicht losgekommen

Andreas Gehrhardt hat sich als Versicherungsmakler und Berater in dieser Branche selbstständig gemacht.

Landwirte würden so schnell nicht aufgeben, heißt es landläufig. Aber auch sie brauchen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Beratung und Unterstützung. Dieses Feld hat der 39-jährige Andreas Gerhardt zu seinem Beruf gemacht. Seit ein paar Monaten ist er als selbstständiger landwirtschaftlicher Versicherungsmakler und Berater unter der Firmenbezeichnung „Gerhardtshof“tätig, arbeitet eng mit dem Regionalbauernverband Templin/Uckermark zusammen.

Der Weg dorthin war sozusagen vorprogrammiert, denn Andreas Gerhardt hat Tierproduktion studiert, danach in einer großen Jungrinderaufzuchtanlage gearbeitet. Wenn er heute davon erzählt, merkt man schnell, wieviel Spaß ihm das gemacht hat. Als der Betrieb abgewickelt wurde und er nach der Wende überlegt hat, was er jetzt tun soll, sei eine Möglichkeit gewesen, sich als Landwirt selbstständig zu machen, erzählt Andreas Gerhardt. Entschieden hat er sich nach entsprechender Qualifizierung für die andere, ist landwirtschaftlicher Unternehmensberater geworden. Als solcher hat er zunächst bei verschiedenen Firmen gearbeitet.„Natürlich war ich am Anfang skeptisch, ob es dafür in der Region überhaupt Bedarf gibt.“ Diese Frage ist inzwischen beantwortet.

So gibt Andreas Gerhardt etlichen Landwirten heute Unterstützung nicht nur in Versicherungsfragen, sondern auch, wenn es um solche Stichworte wie Agrarförderung, Flächen- und Tierprämien, Düngeverordnung oder aber bei Problemen im Umgang mit Behörden geht. Eng arbeitet er dabei mit der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, der Alters- und Krankenkasse dieses Berufszweiges zusammen. Auch in diesen Fragen berät Andreas Gerhardt ihn um Rat fragende Landwirte. Termine vereinbart er dazu in seinem Büro in Ahrensdorf, Tel.(03 98 86) 30 91. Und das zu jeder Zeit, denn flexibel müsse man schon sein in dieser Branche. ‹‹ In Technik investiertInvestiert hat der 39-Jährige auch in Technik, die ihm die so genannte GPS-Vermessung ermöglicht. Mit einem entsprechenden Gerät ist er in der Lage, die Größe und Länge von landwirtschaftlichen Nutzflächen zu erfassen und auf verschiedene Weise darzustellen. „Das ist wichtig bei der Antragstellung auf Agrarförderung.“

Im Auftrag seiner Kunden nimmt Andreas Gerhardt auch Bodenbeprobungen vor. Eingeschickt werden die zur landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt in Rostock. Anhand der Auswertung dieser Ergebnisse könnten den Landwirten Düngeempfehlungen gegeben werden. Dass die Rahmenbedingungen auch für die Landwirtschaft in der Region schwierig sind, „planen in diesem Bereich nicht weniger kompliziert“, weiß der Makler und Berater natürlich gut. Deshalb sei es trotz wirtschaftlicher Engpässe wichtig, nicht an der Beratung zu sparen.Die direkte Verbindung zur Landwirtschaft hat sich Andreas Gerhardt bewahrt, denn er ist Landwirt im Nebenerwerb, betreibt mit Galloway-Rindern Mutterkuhhaltung. So habe er wenigstens einen kleinen Fuß in der Praxis behalten.