TEMPLINER STADTGESCHICHTE

Vor 40 Jahren Grundstein fürs Ferienheim gelegt

Bald wird das ehemalige Bettenhaus im Templiner Bürgergarten gänzlich aus dem Stadtbild verschwunden sein. Das weckt Erinnerungen.
Michaela Kumkar Michaela Kumkar
Vor 40 Jahren wurde der Grundstein für das damalige FDGB-Ferienheim in Templin gelegt.
Vor 40 Jahren wurde der Grundstein für das damalige FDGB-Ferienheim in Templin gelegt. Stadt Templin
Der Abriss des Bettenhauses schreitet zügig voran. Am Mittwochmorgen demontierten die Kollegen der Firma Albert bereits den zweiten Flügel. Zum Schluss wird der Mittelteil auseinander gekniffen, der mit sehr viel Stahl zusammengehalten wird.
Der Abriss des Bettenhauses schreitet zügig voran. Am Mittwochmorgen demontierten die Kollegen der Firma Albert bereits den zweiten Flügel. Zum Schluss wird der Mittelteil auseinander gekniffen, der mit sehr viel Stahl zusammengehalten wird. Sigrid Werner
So sah das ehemalige Ferienheim noch vor ein paar Tagen aus.
So sah das ehemalige Ferienheim noch vor ein paar Tagen aus. Uwe Werner
Templin.

Die Abrissfirma hat ganze Arbeit geleistet: Vom ehemaligen Bettenhaus des FDGB-Ferienheims im Bürgergarten ist am Mittwoch nur noch wenig übrig. Mit großem Bahnhof wurde vor 40 Jahren der Grundstein für das Gebäude gelegt. Ein altes Foto im Uckermark Kurier weckt Erinnerungen bei Templinern.

Nicht nur Günter Harms beschleicht angesichts der unübersehbaren Schuttberge doch ein bisschen Wehmut. Verständlich, denn er war damals Bauleiter für dieses Projekt. „Das war eine gute Baustelle“, erinnert sich der heute 78-jährige Kurstädter, der auch an der Errichtung des Gaststättenkomplexes, der Hyparschale und der zehn Bungalows, die zum Ferienheimkomplex gehörten, mitgewirkt hatte.Innerhalb von zwei Jahren wurde das Bettenhaus errichtet.

Einzelne Elemente mit Montagezange ins Lot gebracht

58 000 Bauteile wurden dafür verwandt, erzählt er. „Die Kollegen, die dort arbeiteten, leisteten viel. Die Arbeit war schwer, auch wenn wir aus dem WBK Neubrandenburg mit dem Rapid 1 einen Montagekran zur Verfügung hatten, ganz ohne Handarbeit ging es nicht. Die Männer mussten die einzelnen Elemente, mit der Montagezange ins Lot bringen.“ Im Gedächtnis geblieben ist dem Templiner auch noch, wie schwierig es war, bestimmte Teile, die knapp waren, doch noch auf die Baustelle zu bringen. „Das letzte Material haben wir aus Pasewalk und Neubrandenburg geholt“, so Günter Harms.

Er ist übrigens auch selbst auf dem Foto von der Grundsteinlegung abgebildet: Viele Templiner, die sich in der Redaktion meldeten, hatten ihn auf links auf dem Bild sofort erkannt. „Das wird daran liegen, dass Günter Harms viele bekannte Bauten in Templin begleitet hat“, vermutet die Kurstädterin Margit Dura.

 

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