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Waldarbeiter starten in praktische Ausbildung

Arbeitsschutz geht vor: Die Ausbilder, Forstmeister Andreas Schöneck und Frank-Uwe Obst (von links) gingen mit ihren Azubis am ersten Tag Sicherheitsfragen beim Arbeiten mit Motorsägen durch.
Arbeitsschutz geht vor: Die Ausbilder, Forstmeister Andreas Schöneck und Frank-Uwe Obst (von links) gingen mit ihren Azubis am ersten Tag Sicherheitsfragen beim Arbeiten mit Motorsägen durch.
Sigrid Werner

Längst sind sie mehr als nur die "Holzknechte". Die angehenden Forstwirte des Landesforstbetriebes Brandenburg werden heute zu Spezialisten im Wald ausgebildet. Dafür müssen sie nicht nur körperliche Fitness mitbringen.

Fünf Azubis des zweiten Lehrjahres haben jetzt ihre praktische Ausbildung zum Forstwirt im Ausbildungszentrum der Landeswaldoberförsterei Reiersdorf in der Alten Försterei Zehdenick begonnen. Sie gehören zu den 30 Lehrlingen, denen der Landesbetrieb Forst Brandenburg jährlich einen Ausbildungsplatz zum Forstwirt bereitstellt. Die qualifizierte Lehrausbildung gilt als Sprungbrett für eine Vielzahl von Einsatzgebieten im Kommunal- und Privatwald, bei forstlichen Dienstleistern, im Bereich Natur- und Umweltschutz und in der Baumpflege. Denn die Zahl jener Auszubildenden, die nach der Lehre als Waldarbeiter in Landeswaldoberförstereien übernommen werden können, ist derzeit noch begrenzt. Doch vor dem Hintergrund eine Altersdurchschnitts von 53 Jahren im Landesforst dürfte die Zeit der jungen Leute noch kommen.

Ab 2020 zeichnet sich ein Generationswechsel ab. Vier der fünf Lehrlinge, die jetzt im Ausbildungszentrum bei Zehdenick Praxisluft schnuppern, wollen ohnehin noch studieren, den forstlichen Betrieb des Vaters übernehmen oder sich als Berufsjäger selbstständig machen. Die Berufsschule für Forstwirte im Land Brandenburg befindet sich am Oberstufenzentrum Neuruppin, die praktische Ausbildung findet an der Waldarbeiterschule Kunsterspring und in den Ausbildungsstätten statt.