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Verdächtiger schweigt

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Warum wurde ein Obdachloser erstochen?

Hier kam es zu einem Streit zwischen zwei Männern, der tötlich endete.
Hier kam es zu einem Streit zwischen zwei Männern, der tötlich endete.
Thomas Walther

Am Weihnachtsabend des vergangenen Jahres kam es in einer Templiner Obdachlosenunterkunft zu einem tödlichen Streit. Ein 55-Jähriger sitzt deshalb in U-Haft. Für die Polizei ist er kein Unbekannter.

Noch immer ist für die Staatsanwaltschaft Neuruppin unklar, warum ein 47-jähriger Templiner sterben musste. Denn nachdem der Täter bereits kurz nach der Tat im Gefängnis ein Teilgeständnis abgelegt hatte, schweigt er jetzt beharrlich. 

Am 24. Dezember des vergangenen Jahres kam es in einer Obdachlosenunterkunft zu einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen dem Verstorbenen und einem weiteren 55-jährigen Bewohner. Schon kurz nach der Tat hatte die Staatsanwaltschaft gegen den Täter einen Haftantrag wegen Totschlags gestellt, den das Gericht bestätigte. Nach wie vor sitzt der Täter in Untersuchungshaft.

Nicht das erste Gewaltdelikt

Staatsanwältin Lolita Lodenkämper: „Der Tatverdächtige hatte uns gegenüber in ersten Vernehmungen anfänglich Angaben darüber gemacht, worüber die beiden gestritten hatten. Doch dann hat er jede weitere Aussage verweigert.“ Derzeit lehne er weitere Gespräche ab. Inzwischen würde er sogar die bisher gemachten Angaben in Abrede stellen. Inhaltlich wollte die Staatsanwaltschaft keine Angaben zu den Einlassungen des Verdächtigen machen.

Eine kurz nach der Tat von der Kriminalpolizei angeordnete Blutalkohol-Untersuchung ergab bei dem Verdächtigen einen Wert von 2,4 Promille. Für die Polizei ist der Täter kein Unbekannter. Staatsanwältin Lolita Lodenkämper „Der Mann ist bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten. Darunter auch wegen Gewaltdelikten.“