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Wer bezieht schon gern acht Stunden Betten?

Neuntklässler und Berufsberater testen gemeinsam Berufe in Gastronomie und Hotel am praktischen Beispiel. Zimmer putzen, Cocktail mischen, kochen - all das probieren unter Anleitung erfahrener Mitarbeiter und Lehrlinge im Ahorn-Seehotel aus.

Petra Acksel hat ihre Berufung in dem Job gefunden: Wenn sie die Betten bezieht, dann bitteschön faltenfrei. Bis zu 14 Zimmer am Tag putzt sie mit Akribie und dennoch in einem Affenzahn.
Sigrid Werner Petra Acksel hat ihre Berufung in dem Job gefunden: Wenn sie die Betten bezieht, dann bitteschön faltenfrei. Bis zu 14 Zimmer am Tag putzt sie mit Akribie und dennoch in einem Affenzahn.

Möchten Sie den ganzen Tag Betten beziehen, Kartoffeln schälen oder Toiletten putzen? In Templin testeten am Mittwoch eine ganze Menge Leute, was Beschäftigte in der Gastronomie und Hotellerie täglich leisten müssen. Nicht etwa nur Oberschüler aus der Region, die sich über Berufe in der Branche informieren wollten. An diesem ungewöhnlichen Tag der offenen Tür im Templiner Ahorn Seehotel beteiligten sich auch Menschen, die sonst bei der Berufsberatung junger Leute oft auf der anderen Seite sitzen: Mitarbeiter von Jobcenter und Arbeitsagentur, Multiplikatoren aus Kommunen, Vertreter aus Kammern und von Bildungsträgern.

Das Ahorn-Seehotel Templin hatte alles vorbereitet, damit der Test so praxisnah wie möglich erfolgen konnte. Unter Anleitung erfahrener Mitarbeiter und Lehrlinge durften die Gäste des Hauses einmal selbst Betten beziehen, Cocktails mixen, Gemüse schneiden, Salate anrichten. Und manch einer von ihnen bekannte zum Schluss: Alle Achtung, einen Tag lang lässt man sich das gern gefallen. Aber täglich acht Stunden? Einige junge Leute indes, konnte dieser Praxistest nicht abschrecken. Im Gegenteil: Die Vielfalt der Tätigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten in einem großen Hotel wie dem in Templin überzeugte sie. Nicht zuletzt übertrugen Lehrlinge und Mitarbeiter des Hauses die Begeisterung auf ihre mitarbeitenden Gäste.