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Wer erzählt die besten Geschichten?

Spielleute dürfen auch beim Geschichtenerzählerwettbewerb auf der Gerswalder Wasserburg nicht fehlen.
Spielleute dürfen auch beim Geschichtenerzählerwettbewerb auf der Gerswalder Wasserburg nicht fehlen.
Michaela Kumkar

Alte Sprache verbindet sich bei dem Fest an der Gerswalder Burgruine mit Musik und Lichtspielen, mit Theaterszenen und ‚Waffengeklirr‘. Wer die Gäste mit seinen Geschichten am besten unterhält wird bei einem Wettkampf ausgemacht: Wer kann die besten Sagen erzählen?

Kennen Sie den sanften Erdmut, Frau Holde oder gar den aufsässigen Kay? Wenn nicht, empfiehlt sich am kommenden Wochenende die Gerswalder Wasserburg anzusteuern. Dort kann man nicht nur diese Drei, sondern auch Alte Ziege und Muses Kerameikos bei dem erleben, was sie perfekt können: Mittelalterliche Geschichten erzählen.

„Wunders viel gesagt“ – unter diesem Thema steht all das, was am Freitag Abend ab 19 Uhr, beziehungsweise am Sonnabend ab 11.30 Uhr, rund um den Hof der Burgruine geboten wird. Monika Thomas vom gastgebenden Förderverein der Wasserburg ist besonders gespannt auf die „Lange Nacht der Nibelungen“. In verschiedenen Variationen wird am Freitag die bekannteste aller deutschen Heldensagen vorgestellt. Alte Sprache verbindet sich mit Musik und Lichtspielen, mit Theaterszenen und ‚Waffengeklirr‘.

Am Sonnabend schlägt die Stunde der Geschichtenerzähler. Zunächst gewähren sie den Zuhörern außer Konkurrenz Einblick in ihre Künste, ab 16.30 Uhr beginnt der angekündigte Wettstreit zwischen ihnen: Wer vermag die Gäste am besten zu unterhalten und eine begonnene Geschichte abwechselnd fortzusetzen? Dazu bieten Spielleute mittelalterliche Klänge. Der Förderverein hat einen kleinen Handwerkermarkt organisiert: Dabei sind unter anderem Meister ihres Fachs beim Sticken, Spinnen und Trockenfilzen zu erleben. Angeboten wird Keramik und es gibt einen ganz besonderen Bücherstand.

Ihr Geld können die Besucher, wenn sie die Wasserburg betreten, stecken lassen. Dafür hoffen die Spielleute und Geschichtenerzähler, „dass die Gäste vor ihrem Heimweg eine finanzielle Gabe der Sympathie als Austritt zu hinterlassen. Auf das die Künstler für ihre Mühen belohnt werden“. Denn so war es auch im Mittelalter Brauch.