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Wer ist der Retter der Hyparschale?

Um das marode Bauwerk zu retten, erhält die Stadt 73  000 Euro vom Bund. Zwei Politiker wollen für den Erfolg verantwortlich sein. Und wer ist es nun?

Die Templiner Hyparschale des Architekten Ulrich Müther.
UKK-Archiv Die Templiner Hyparschale des Architekten Ulrich Müther.

Eins steht fest: Die Stadt Templin bekommt 73  000 Euro aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes, um die marode Hyparschale vor dem Verfall zu retten. Und wer hat dafür gesorgt? Diese Frage zu beantworten, mag auf den ersten Blick leicht scheinen, ist es aber nicht. Am Mittwoch informierte der SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Zierke, dass er sich dafür eingesetzt habe.

Am Donnerstag erreichte den Uckermark Kurier eine Pressemitteilung von Jens Koeppen, uckermärkischer Bundestagsabgeordneter der CDU: Er freue sich sehr, gute Nachrichten für die Zukunft der Hyparschale in Templin überbringen zu können. Nach intensiven Gesprächen sei es gelungen, für die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes eine Bundesfördermittelzusage in Höhe von bis zu 73  000 Euro zu erhalten. Wem gebührt denn nun die Ehre? Der Uckermark Kurier hat nachgefragt. Im Büro von Stefan Zierke meinte dessen Mitarbeiter Sebastian Schmidt, man habe von Jens Koeppens Bemühungen gewusst, aber gleichzeitig selbst alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Fördermittel zu bekommen. Immerhin konnten so auch finanzielle Mittel für die Groß Pinnower Sankt Katharinen Kirche eingeworben werden.

Gesa Raack, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Büro von Jens Koeppen, verwies indes auf dessen Gespräche mit Staatsministerin Monika Grütters in Templin.

Am Denkmal nagt der Zahn der Zeit

Wie heißt es in einem Sprichwort? Der Erfolg hat viele Väter. In diesem Fall vielleicht zwei? Was viel wichtiger ist: Templin hat durch die Förderung dringend benötigte finanzielle Mittel zur Verfügung. Denn die Stadt hat sich in diesem Jahr die Erneuerung des Dachs und die Sicherung der Hyparschale vorgenommen. Ohne diese Maßnahmen wären Ideen, wie man das Ensemble künftig nutzen kann – erste Überlegungen gibt es – sonst wohl hinfällig. Denn der Zahn der Zeit nagt an dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude.