Attacke
Wolf hat tragendes Mutterschaf gerissen

Die Reste des Mutterschafs.
Die Reste des Mutterschafs.
Stephan Püchel

Die grauen Jäger sind auch in der Uckermark angekommen. Weidehalter in der Region fürchten dadurch um die Sicherheit ihrer Tiere.

Jetzt ist es amtlich: Auf einer Weide in Hammelspring bei Templin wurde ein Schaf von einem Wolf gerissen. Der Verdacht sei durch einen vom Landesumweltamt bestellten Gutachter bestätigt worden, so der Besitzer des Tieres, Hobbyschäfer Stephan Püchel. Er unterstützt eine Forderung der Mitglieder des Forum Natur: Überall dort, wo Wölfe in menschliche Siedlungen vordringen oder Weidetiere gefährden, müssen sie in Zukunft bejagt werden können. Dem Forum gehören Interessenverbände von Waldeigentümern, Bauern, Jägern, Reitern und Fischern an.

Schutz vor weiteren Vorfällen

Stephan Püchel will seine Tiere jetzt vor weiteren Wolfsvorfällen schützen. Er werde den Weidezaun erhöhen und ihn durch Strom zusätzlich sichern. Die Kosten dafür werde er allein tragen. Nach seinen Informationen könne er 80 Prozent erstattet bekommen. Allerdings nur, wenn er die Rechnung einreiche und erst dann bezahle, wenn er das Geld bekommen habe, schilderte der Hammelspringer. Diese Regelung sei viel zu umständlich. Auch in dieser Hinsicht würden gesetzliche Regelungen nicht zu den Realitäten passen.

Kommentare (2)

Dem Wolf ist es einerlei, ob das Schaf trächtig ist oder nicht. Er hat Hunger und folgt seinem Jagdinstinkt. Moral darf man von einem Raubtier nun wirklich nicht erwarten. Der Wolf selbst hingegen ist in Deutschland streng geschützt und darf nicht gejagt werden.

Oh ja, der böse Wolf, wenn aber tausende tragende Rinder im Schlachthof landen, ist das völlig normal.