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Ziel: Befreiung aus Abhängigkeit von Hartz IV-Leistung

Mit den Vorwürfen des Templiner Café-Besitzers Jörg Kreuzfeldt konfrontierte der Uckermark Kurier den Leiter des Jobcenters Uckermark. Warum ein ...

Mit den Vorwürfen des Templiner Café-Besitzers Jörg Kreuzfeldt konfrontierte der Uckermark Kurier den Leiter des Jobcenters Uckermark. Warum ein Arbeitnehmer gedrängt werde, seinen Arbeitsplatz nach neun Jahren zu wechseln und worin der Sinn für das Amt bestehe, möglicherweise einen Hilfebedürftigen durch einen anderen an diesem Arbeitsplatz zu ersetzen, darauf ging Michael Steffen in seiner Antwort nicht ein.

„Aufgabe der Mitarbeiter des Jobcenters Uckermark ist es, Kunden in Arbeit zu vermitteln, die es ihnen ermöglicht, langfristig ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten zu können. Erwerbsfähige Leistungsberechtigte müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen“, begründete er den Handlungsbedarf des Jobcenters. Wie der Uckermark Kurier aus Gesprächen mit verschiedenen Betroffenen erfuhr, soll es solche Passagen auch in den Eingliederungsvereinbarungen geben. Diesen Wunsch habe die Kundin auch in mehreren Gesprächen mit ihrer Fallmanagerin zum Ausdruck gebracht, stellte Steffen die Version des Amtes dar. Daraufhin seien der Kundin von der zuständigen Fallmanagerin unbefristete Vollzeitbeschäftigungsangebote übermittelt worden. „Der Vorwurf, dass die Kundin von den Mitarbeitern des Jobcenters Uckermark unter psychischen Druck gesetzt wurde, entspricht nicht den Tatsachen. Es war auch ihr eigener Wunsch, ihren Lebensunterhalt ohne Grundsicherung und vor allem unbefristet zu bestreiten“, schrieb der Leiter des Jobcenters.

Michael Steffen räumte ein, dass dem Arbeitgeber von Mitarbeitern des Jobcenters Uckermark bis zur Anfrage des Uckermark Kurier kein klärendes Gespräch angeboten worden sei. „Selbstverständlich werden wir aber mit Herrn Kreutzfeldt Kontakt aufnehmen und sind bemüht, ihm eine geeignete Kraft zu vermitteln. Dies könnte beispielsweise eine Chance für einen arbeitsuchenden Leistungsberechtigten sein, dessen Partner erwerbstätig ist, seinen Lebensunterhalt unabhängig von Grundsicherung zu bestreiten. Oder für einen arbeitsuchenden, nicht mobilen Leistungsberechtigten, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten oder die Hilfebedürftigkeit zu verringern.“
Es gehöre zu den Aufgaben eines Fallmanagers, möglichst viele erwerbsfähige Leistungsberechtigte in Arbeit zu bringen, sodass sie ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können, betonte Michael Steffen abschließend noch einmal.