Stadtverordnete
Zweitwohnungssteuer in Templin abgelehnt

Bei der Stadtverordnetenversammlung begehrten allein 55 Kleingärtner Einlass, um gegen eine Zweitwohnungssteuer zu protestieren.
Bei der Stadtverordnetenversammlung begehrten allein 55 Kleingärtner Einlass, um gegen eine Zweitwohnungssteuer zu protestieren.
Sigrid Werner

Zum wiederholten Mal haben Templins Stadtväter versucht, eine Zweitwohnungssteuer auf den Weg zu bringen. Doch das scheiterte erneut.

Wer in Templin eine Nebenwohnung unterhält, muss dafür auch künftig keine Zweitwohnungssteuer zahlen. Das haben die Stadtverordneten von Templin in ihrer jüngsten Sitzung nach mehr als einstündiger Diskussion beschlossen.

Proteste aus den Ortsteilen

Nicht nur von Kleingärtnern, sondern vor allem auch aus den Ortsteilen hatte es im Vorfeld und in der Einwohnerfragestunde massive Bürgerproteste gegeben. Laubenbesitzer fürchteten zusätzliche Belastungen. In den Ortsteilen ist man froh, dass Zuzügler aus der Metropolenregion alte Häuser vor dem Verfall bewahren. 55 Kleingärtner hatten Einlass im Sitzungssaal begehrt. Aber die Plätze reichten nicht. Dabei wären rechtmäßige Laubenbesitzer nach dem Bundeskleingartengesetz gar nicht zur Zweitwohnungssteuer herangezogen worden. Im Land Brandenburg sollen Angaben zufolge 76 von 413 Gemeinden Zweitwohnsitzsteuer erheben.