FEUERWEHR GIBT TRAGEHILFE

160 Kilo-Mann muss aus Haus getragen werden

Am Montag unterstützten vier Kameraden aus Wolfshagen den Rettungsdienst. Ein stark übergewichtiger Mann musste in den Rettungswagen getragen werden.
Bereichsleiter Maik Berger schiebt die Schwerlasttrage „Powerpro XT” in ihre Arretierung.
Bereichsleiter Maik Berger schiebt die Schwerlasttrage „Powerpro XT” in ihre Arretierung. Mathias Scherfling
Die Powerpro XT von Stryker ist extra für schwere Patienten. Sie hat eine Tragfähigkeit von bis zu 315 Kilogramm.
Die Powerpro XT von Stryker ist extra für schwere Patienten. Sie hat eine Tragfähigkeit von bis zu 315 Kilogramm. Mathias Scherfling
Wolfshagen.

Montagfrüh wurde gegen 8.30 Uhr die freiwillige Feuerwehr in Wolfshagen zu einem nicht alltäglichen Einsatz gerufen. Die Kameraden sollten dem Rettungsdienst helfen, einen sehr schweren Mann in den Rettungswagen zu bugsieren. Nicht zum ersten Mal, wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Andreas Hagedorn berichtete. Vor einigen Jahren hatte der stark übergewichtige Mann noch in einer höher gelegenen Wohnung gelebt.

Drehleiter nicht benötigt

„Damals mussten wir die Drehleiter aus Prenzlau dazu rufen, um den Mann aus seiner Wohnung zu bekommen“, informierte Andreas Hagedorn. Tatsächlich war die Wolfshagener Feuerwehr vom Rettungsdienst alarmiert worden, um Tragehilfe zu leisten. „Die drei Kollegen des Rettungsdienstes reichten nicht, den etwa 160 Kilogramm schweren Mann aus der Wohnung zu tragen“, so Einsatzleiter Andreas Hagedorn.

Sogenannte Schwerlaster

Die Uckermärkische Rettungsgesellschaft (URG) ist für solche Fälle mit Schwerlast-RTW ausgerüstet. In der Uckermark gibt es vier davon, die in Angermünde, Prenzlau, Schwedt und Templin stationiert sind. Sie verfügen über Schwerlasttragen, die mit Patienten mit einem Gewicht von bis zu 315 Kilogramm belastet werden können. „Die Schwerlasttragen „Powerpro XT“ werden elektrohydraulisch in den Rettungswagen gehoben“, informierte Bereichsleiter Maik Berger.

Dank der Kameraden

„Bei den Schwerlast-RTW gehört auch ein Schwerlasttragetuch zur normalen Ausrüstung“, sagte Andreas Köller, Leiter des Rettungsdienstes Uckermark. „Auch stark adipöse Menschen können krank werden. Wir sind für solche Fälle gerüstet. Wobei das Problem meist nicht an der Ausrüstung des Rettungswagens liegt, sondern wie wir diese Patienten durch das Treppenhaus zum Rettungswagen bringen“, so Andreas Köller. Das habe am Montag mit Hilfe der Kameraden von der freiwilligen Feuerwehr gut funktioniert.

 

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