SCHUTZ VOR CORONA

23 Polizeiangehörige in der Uckermark vorzeitig geimpft

Das Asklepios Klinikum startete als erste Stelle in der Uckermark mit Impfungen. Einige Polizisten wurden dort aber früher geimpft als vorgesehen.
Im Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt wird bereits seit Ende Dezember mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer gegen das Cor
Im Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt wird bereits seit Ende Dezember mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer gegen das Coronavirus geimpft. Frank Rumpenhorst
Schwedt ·

23 Angehörige der Polizeiinspektion Uckermark sind bereits Ende Dezember im Asklepios Klinikum Uckermark in Schwedt gegen Corona geimpft worden. Nach der Prioritätenliste der Impfberechtigten wären sie seinerzeit noch nicht dran gewesen. Demnach sollten zunächst nur über 80-Jährige sowie Ärzte und medizinisches Personal versorgt werden, die Kontakt zu COVID-19-Erkrankten haben. Gleichwohl gaben das Asklepios Klinikum Uckermark und das Brandenburger Polizeipräsidium nachvollziehbare Erklärungen für die Vorgänge ab.

Mehr Dosen als vorgesehen

Laut Asklepios Klinikums wurde Ende Dezember die Polizeiinspektion kontaktiert, weil nach Impfvorgängen bei Ärzten, Pflegepersonal und Angehörigen der Uckermärkischen Rettungsdienstgesellschaft mbH noch Impfdosen übrig geblieben waren, die zeitnah innerhalb weniger Stunden verimpft werden mussten, weil sie sonst unbrauchbar geworden wären. Solche Reste an Impfdosen ergeben sich unter anderem daraus, dass angemeldete zu Impfende nicht zum Termin erscheinen oder dass das medizinische Personal aus den Impffläschchen mehr Impfdosen als vorgesehen gewinnt.

Keine Vernichtung von Impfstoff

Ulrich Gnauck, Geschäftsführer des Klinikums Uckermark, erläuterte dazu: „Wir haben bei der Verwendung der überschüssigen Impfdosen nicht aus eigenem Ermessen gehandelt, sondern uns mit dem Potsdamer Gesundheitsministerium abgestimmt.“ Für das Polizeipräsidium Brandenburg erklärte Pressesprecher Torsten Herbst, zur Jahreswende seien 23 Polizeiangehörige aus der Uckermark zweimal geimpft worden. Von den Geimpften seien 18 im Streifendienst tätig oder seien Sachbearbeiter bei der Kriminalpolizei beziehungsweise beim Führungsdienst und seien häufig Kontakten mit Coronainfizierten ausgesetzt, fügte der Pressesprecher hinzu. Es habe aber wegen des hohen Zeitdrucks keine hoch differenzierte Auswahl gegeben. Im Vordergrund habe gestanden, den Impfstoff zu nutzen und nicht zu vernichten.

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