SICHERHEITSDIENST

33-Jähriger baut neue Diensthundestaffel in der Uckermark auf

Securitas-Betriebsstättenleiter Jonny Lipski will neue Märkte erobern. Der Mittenwalder stellt deshalb bevorzugt Herrchen von klugen Vierbeinern ein.
Als neuer Betriebsstättenleiter der Securitas GmbH in der Uckermark hat sich Jonny Lipski (Mitte, stehend) viel vorgenomm
Als neuer Betriebsstättenleiter der Securitas GmbH in der Uckermark hat sich Jonny Lipski (Mitte, stehend) viel vorgenommen. Auf seine Männer von der neuen Diensthundestaffel lässt er nichts kommen. Claudia Marsal
Prenzlau ·

Jonny Lipski hat den Job seines Lebens gefunden. „Besser geht nicht“, sagt der 33-Jährige und strahlt übers ganze Gesicht. Als neuer Betriebsstättenleiter der Securitas GmbH hat der Familienvater 85 Mitarbeiter im Sicherheitsdienst unter sich. Der in Mittenwalde beheimatete junge Mann setzt auf Kollegialität und flache Hierarchien, wie er betont: „Deshalb plagen die Firma zurzeit auch keine Nachwuchssorgen. Selbst während der Coronakrise lag der Krankenstand bei unseren Kollegen bei unter zwei Prozent. Das sagt doch viel über Arbeitsklima und vor allem Zufriedenheit der Angestellten aus.“ Jonny Lipski ist zwar erst seit anderthalb Jahren Chef der Niederlassung Schwedt. Doch während dieser Zeit konnte der Betrieb zahlreiche Neuzugänge im Personal akquirieren, wie er sagt: „Es hat sich herumgesprochen, dass es bei uns ein gutes Arbeiten ist.“

Hunde wirken Wunder

Besonders froh ist der langjährige Zeitsoldat, der zwölf Jahre in den Diensten der Bundeswehr stand, über seine neuen Diensthundeführer. Der studierte Sicherheitsmanager hatte sich bei seinem Antritt vorgenommen, eine eigene, leistungsstarke Hundestaffel auf die Beine zu stellen, um beispielsweise große Veranstaltungen noch besser absichern zu können und der Polizei Kooperationen anzubieten. Die Vierbeiner hätten schon durch ihre bloße Anwesenheit eine abschreckende Wirkung, erklärt Jonny Lipski dem Uckermark Kurier.

„Ein paar Hunde im äußeren Sicherheitsring wirken Wunder. Die Chance, dass die Lage eskaliert oder unsere Kollegen angegriffen werden, minimiert sich dadurch total.“ Das sei nicht nur bei Festen und Festivals, sondern auch bei den routinemäßigen nächtlichen Kontrollen auf weitläufigen Betriebsgeländen von Vorteil. Diese Dienste machen übrigens einen Großteil des Auftragsvolumens der Firma aus. Auch Alarmverfolgung bietet das Unternehmen als Dienstleistung an. Viele Mitarbeiter sind seit Jahren im Werkschutz für das PCK Schwedt tätig, erzählt der gebürtige Templiner weiter.

Einsatzbereites Team

Er selbst sei durch ein Praktikum dort zu seinem späteren Arbeitgeber gekommen, setzt Jonny Lipski erklärend hinzu: „Ich bekam ein Angebot, das ich nicht ausschlagen konnte und habe es nicht bereut. Die Chemie stimmte vom ersten Moment an. Und ich kann mich echt glücklich schätzen, so einsatzbereite, engagierte Kollegen im Team zu haben.“ Dieses Lob geben Mitarbeiter wie Holger Linde gern zurück. Der 56-Jährige hat vor einem halben Jahr bei der neuen Firma angeheuert – mit auf der „Gehaltsliste“ steht sein Hund Yago. Der achtjährige Schäferhund-Mischling hält durch sein eindrucksvolles Auftreten Störer schon von Weitem in Schach, wie der Uckermärker lachend versichert. Nicht ganz so martialisch kommt die neunjährige Malinois-Hündin Bille daher. Sie ist bei Timo Jarmowske zu Hause und begleitet den 37-Jährigen täglich zur Schicht. Auch Bert Lade gehört zur neuen Diensthundestaffel der Securitas. Ohne den fünfjährigen Krümel, einen reinrassigen Schäferhund, ist der 41-Jährige im Job selten anzutreffen.

Die drei Männer freuen sich auf die Herausforderungen, die die Neuausrichtung der Firma bringt, wie sie sagen. Ihr Können unter Beweis stellen konnten die Sicherheitsleute im Rahmen des Agenda-Diploms der Stadt Prenzlau. Für ihre Vorführungen auf dem Prenzlauer Hundeplatz am Uckersee bekamen die Hundeführer viel Beifall von den zahlreich erschienenen Kindern.

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