Große Suchaktion
53 Rinder an B109 bei Klosterwalde ausgebüxt

In diesen Behandlungsständen sollen die Tiere medizinisch versorgt werden.
In diesen Behandlungsständen sollen die Tiere medizinisch versorgt werden.

Ein Landwirt aus Herzfelde bangt um seine Herde. Die Tiere waren seit Freitagvormittag verschwunden. Elf der Tiere sind am Abend wieder aufgetaucht.

Alles war gut vorbereitet für die Untersuchung der 33 Mutterkühe und der 22 Kälber, die Landwirt Manuel Otto aus Herzfelde auf einer Weide bei Klosterwalde hält. Am Freitagvormittag hatte sich der Tierarzt angesagt. Reine Routine. Der Behandlungsstand wurde aufgebaut, in dem die Tiere medizinisch versorgt werden sollten.

Elektrozaun niedergetrampelt

Offenbar hatten die Rinder Panik beim Zusammentreiben bekommen. Sie trampelten den Elektrozaun nieder. Beim Versuch, die Tiere wieder zurückzudrängen, flohen sie in den Wald. Verschwunden sind 31 cremefarbene Mutterkühe mit 22 Kälbern. Eine Kuh befand sich bereits im Behandlungsstand, eine weitere konnte eingefangen werden. Für Manuel Otto eine völlig unbegreifliche Situation. Er informierte die Polizei und das Ordnungsamt. Auf der B109 wurden Schilder mit dem Hinweis „Treibjagd” aufgestellt, um Autofahrer vor den ausgebüxten Rindern zu warnen.

Fünfstelliger Schaden

Am Freitagabend tauchten elf der Kühe wieder an der Koppel in Klosterwalde auf, berichtete der Landwirt. Aufs Weideland bringen konnte man sie jedoch nicht. "Die Tiere waren total verängstigt." Der Rest der Herde wurde in einem Wald bei Kreuzkrug gesichtet. "Auch dort konnten wir uns den Tieren nicht nähern, sonst hätten sie sofort das Weite gesucht", so Manuel Otto. Er werde jetzt versuchen, die Tiere anzufüttern. Dann werde man den Tierarzt einschalten, damit er die Kühe betäubt. Anders habe man keine Chance, sie zu verladen und auf die Weide zurückzubringen. Die scheuen Tiere haben einen Gesamtwert im fünfstelligen Bereich.

Telefon: 0162 3331599