CORONA-AUFLAGEN

Ab sofort Wagenpflicht im Supermarkt

Selbst wer nur ein Päckchen Wurst holen will, muss in Supermärkten in der Uckermark einen Wagen nehmen. Doch das ist keine Schikane, versichern Security-Leute. Das hat einen Grund.
Selbst wer nur einen kleinen Einkauf hat, darf nicht mehr ohne Einkaufswagen in den Markt rein.
Selbst wer nur einen kleinen Einkauf hat, darf nicht mehr ohne Einkaufswagen in den Markt rein. Fabian Sommer
Prenzlau.

Rot-weißes Flatterband verhindert seit ein paar Tagen das Betreten des Prenzlauer Kauflands durch die Hintertür. Am Vordereingang des Einkaufs- und Supermarktes bietet sich ein ähnliches Bild. Dort steht jetzt außerdem Security, um den Kundenstrom an der Hauptpforte zu lenken. Schilder weisen ergänzend darauf hin, dass das Betreten nur noch mit einem Einkaufswagen gestattet ist. Wer sich dem widersetzt, wird zurückgewiesen – da kennen die Sicherheitsleute kein Pardon.

Angst vor Ansteckung

Eine ähnliche Erfahrung hat unsere Leserin Antje Kassube beim Lidl-Discounter gemacht. Obwohl sie nur eine Kleinigkeit holen wollte, sei sie genötigt worden, einen Einkaufswagen zu nehmen, beklagte die Prenzlauerin beim Uckermark Kurier. Sie sorgt sich diesbezüglich vor allem, „weil ich nicht weiß, ob dieser vorher desinfiziert wurde, oder wer ihn schon benutzt hat. Vielleicht war derjenige ja krank? Das Gleiche passierte mir beim Toom-Baumarkt.”

Schutz der Mitarbeiter

Der Hintergrund ist schnell erklärt: Überall in der Uckermark rüsten die Handesketten zurzeit auf, was Mitarbeiter- und Kundenschutz anbelangt. Vielerorts – beispielsweise bei Aldi – sind die Kassenbereiche schon mit riesigen Plexiglasabteilen abgetrennt worden, um die Angestellten vor Tröpfcheninfektionen zu schützen. Außerdem weisen in den meisten Märkten Klebebänder auf den Sicherheitsabstand zum Warenband hin. Was die Einkaufswagen-Pflicht anbelangt, ist bei den Wachschutzleuten zu erfahren, dass das keineswegs eine Schikane sei.

Bis zu 50 Leute

In den betreffenden Märkten wird so sichergestellt, dass die Security immer im Bilde ist, wie viele Kunden gerade im Inneren sind. Mehr Kunden als Wagen sind nicht erlaubt. Die zugelassene Anzahl ist abhängig von der Quadratmeterzahl und variiert hierzulande zwischen 70 und 200 Menschen. Kunden sollten auch im eigenen Interesse akzeptieren, dass sie vor der Tür zum Warten aufgefordert werden, wenn das Limit an Leuten erreicht ist.

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