BÜRGERPROTEST

Ärger um Blühwiese vor Templiner Wohngebiet

Die ungepflegte Grünfläche steht im Kontrast zu ihren gepflegten Gärten, sagen Anwohner. Die Stadt, der das Areal gehört, zeigte sich kompromissbereit.
Thekla Seifert (Dritte von links) von der Stadtverwaltung Templin sprach am Freitag mit Anwohnern des Elsternestes über K
Thekla Seifert (Dritte von links) von der Stadtverwaltung Templin sprach am Freitag mit Anwohnern des Elsternestes über Kompromisse an der umstrittenen Blühwiese in der Dargersdorfer Straße. Horst Skoupy
Templin.

Der Ärger von Anwohner über eine Blühwiese vor dem Templiner Wohngebiet Elsternest ist so groß, dass sie Unterschriften gegen das Areal gesammelt haben. Sie schimpfen über Unkraut in ihren gepflegten Kulturgärten, dass durch Samen und Wind eingetragen werde, oder den insgesamt ungepflegten Zustand um das Areal in der Dargersdorfer Straße.

Das Grundstück gehört der Stadt. Vor drei Jahren war sie mit dem Nabu-Regionalverband Templin einen Kooperationsvertrag eingegangen, der dort eine Blühwiese zum Schutz und Erhalt von Insekten angelegt hatte und seither die Pflege übernommen hatte.

Wucherndes Unkraut im Umfeld

Um in dem Konflikt zu vermitteln, hatte Thekla Seifert von der Stabsstelle Kurstadtentwicklung in der Verwaltung am Freitagnachmittag ein Treffen vor Ort organisiert. Anwohner wie auch Nabu-Vertreter waren gekommen.

Die Bewohner des Elsternestes nutzten die Gelegenheit, um auf wucherndes Unkraut am Gehwegsrand beziehungsweise einen Stellplatz für Pkw an der Zufahrt zum Wohngebiet hinzuweisen. Horst Kerlikofsky, der neben der Grünfläche wohnt, kritisierte, dass auf fast der Hälfte der Blühwiese die Rispen-Flockenblume meterhoch wuchert.

Kompromisse angeboten

Als Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ will Templin seinen Beitrag gegen das Aussterben von Insektenarten leisten, betonte Thekla Seifert. Deshalb halte die Stadt an der Blühwiese fest. Sie wolle aber kritische Hinweise aufnehmen, um berechtigte Mängel abzustellen.

So werde sie mit den Mitarbeitern des Wirtschaftshofes sprechen, damit das Umfeld der Blühwiese gepflegt wird. Sie bot ferner an, Uta Kietsch von der Wildsamen-Insel Temmen einzuladen. Gemeinsam mit Anwohnern wolle man sich verständigen, wie das Problem der wuchernden Rispen-Flockenblume gelöst werden kann.

 

 

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Kommentare (1)

Artenvielfalt und Bienen.
Hauptsache der eigene Rasen ist auf Kante getrimmt und im Garten grünt und blüht was ICH will.
Wilde Natur stört da nur, weg damit.