BÜRGERVERSAMMLUNG

Aldi-Pläne in Prenzlau sorgen weiterhin für Proteste

Aldi in Prenzlau möchte umziehen, näher in Richtung Zentrum, direkt ins Bahnhofsviertel. Das stößt vor allem einem Anwohner bitter auf.
Benedikt Dittrich Benedikt Dittrich
War kaum zu beschwichtigen: Thomas Müller, Anwohner und Chef der Baudenkmalpflege Prenzlau.
War kaum zu beschwichtigen: Thomas Müller, Anwohner und Chef der Baudenkmalpflege Prenzlau. Benedikt Dittrich
Prenzlau.

Passt ein Einkaufsmarkt ins Bahnhofsviertel? Ja, sagt Aldi. Nein, sagt Thomas Müller, Anwohner und Chef der Baudenkmalpflege Prenzlau, der dort mehrere Gebäude saniert hat. Zwischen Debatten über Verkehr, Lärm und kaputte Straßen lief es bei der zweiten Bürgerversammlung auf diesen Konflikt hinaus.

Dabei kritisierte Müller vorrangig Stadt und Politik. Seiner Ansicht nach sei die Entscheidung pro Aldi schon gefallen, als die Stadtverordneten das Verfahren für den Umzug auf den Weg gebracht hatten. Erst im Anschluss wurde die erste Bürgerversammlung einberufen, für Müller die falsche Reihenfolge. Dem hielten Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) und der zweite Beigeordnete Dr. Andreas Heinrich entgegen, dass darüber noch mehrmals abgestimmt werden müsse, das Verfahren noch lange nicht abgeschlossen sei.

Trotz positiver Gutachten zum Thema Lärm und Verkehrsaufkommen hielten Müller und andere Anwohner an der Kritik fest: Durch den neuen Markt würde die Wohnqualität im Kiez sinken.

 

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