Mehrere Stunden kämpften über 50 Feuerwehrleute darum, den Brand unter Kontrolle zu bekommen.
Mehrere Stunden kämpften über 50 Feuerwehrleute darum, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Privat
Elingen ist ein Ortsteil von Dedelow.
Ellingen ist ein Ortsteil von Prenzlau. Claudia Marsal
Die Feuerwehren Prenzlau, Dedelow und Schönwerder rückten mit acht Fahrzeugen an.
Die Feuerwehren Prenzlau, Dedelow und Schönwerder rückten mit acht Fahrzeugen an. Privat
Ein Übergreifen der Flammen auf die Kirche konnte verhindert werden.
Ein Übergreifen der Flammen auf die Kirche konnte verhindert werden. MONIKA STREHLOW
Die Technik lief sich in der Brandnacht heiß.
Die Technik lief sich in der Brandnacht heiß. Privat
Nächtliches Inferno

Alte Disko bei Prenzlau brennt vollständig ab

Die neuen Besitzer hatten das Objekt in der Ortsmitte gerade fertig saniert – nach dem Feuer in der Nacht ist von der ehemaligen Disko nichts mehr übrig.
Prenzlau

Ein Großbrand hat in der Nacht zu Donnerstag die Existenz einer jungen Familie aus Ellingen bei Prenzlau zerstört. Das Feuer war gegen 21 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in dem lange als Veranstaltungs- und Tanzsaal genutzten Objekt ausgebrochen. In der ersten Meldung an die Leitstelle hieß es noch, dass nur ein Zimmer in Flammen stehe. Dementsprechend geschockt waren die Feuerwehrleute, als sie bei ihrer Ankunft bereits von Weitem das ganze Haus lodern sahen. Über 50 Kameraden aus Prenzlau, Dedelow und Schönwerder nahmen sofort die Löscharbeiten auf, die erst gegen 4 Uhr eingestellt wurden. Stunden später musste dann erneut Alarm ausgelöst werden, weil sich Glutnester entzündet hatten. Dr. Andreas Heinrich, 2. Beigeordneter des Bürgermeisters, zollte den Einsatzkräften höchsten Respekt. Nur durch ihr unermüdliches Ringen sei es gelungen, ein Ausbreiten des Brandes auf benachbarte Häuser und die nur wenige Meter entfernte Fachwerkkirche zu verhindern.

Kirche in Gefahr

Das Gotteshaus war erst vor ein paar Jahren für knapp 100 000 Euro saniert worden, nicht auszudenken, wenn die Flammen übergeschlagen hätten. „Aufgrund der dichten Bebauung in diesem Ortsteil wäre das durchaus denkbar gewesen”, so Dr. Heinrich im Gespräch mit dem Uckermark Kurier: „Was die Frauen und Männer der Feuerwehren in dieser Nacht geleistet haben, ist kaum in Worte zu fassen.” Erwähnen wollte er in diesem Zusammenhang auch Anwohnerin Heidemarie Matuschak, die aus eigener Initiative eine zeitnahe Versorgung der Kameraden mit Kaffee, Tee und Keksen organisiert hatte. Diese Stärkung brauchten die Einsatzkräfte dringend. Dr. Heinrich zufolge ist das Flammeninferno von Ellingen nach dem Brand des Strohballenhauses in der Prenzlauer Ökostation das zweite schlimme Ereignis in den letzten Monaten.

Schwelendes Dämmmaterial

So wie dort hatte auch in Ellingen schwelendes Dämm- und Baumaterial die Löscharbeiten erschwert. Zum Glück befand sich der Löschteich des Ortes in nur 200 Metern Entfernung. Zusätzlich wurde ein Pendelverkehr zum Hydranten im Nachbarort eingerichtet. Die Leitung des Einsatzes hatte Toni Hahlweg aus Dedelow übernommen. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden in dem total zerstörten Objekt auf 300 000 Euro. Brandermittler der Kripo haben am Donnerstag begonnen, zur Ursache zu forschen.

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