Räumungsverkauf in Prenzlau

Alte Mitropa wird im Dezember abgerissen

Der in dem Objekt befindliche „Rad der Stadt” am Prenzlauer Bahnhof platzte aus allen Nähten. Deshalb musste für das Geschäft eine Entscheidung her.
Fahrradladen-Betreiber Stephan Holzheimer dankt Stadt und Bürgermeister, dass sie das Großprojekt unterstützen
Fahrradladen-Betreiber Stephan Holzheimer dankt Stadt und Bürgermeister, dass sie das Großprojekt unterstützen. Claudia Marsal
An die Stelle des alten Mitropa-Baus soll ein neues Gebäude treten.
An die Stelle des alten Mitropa-Baus soll ein neues Gebäude treten. Claudia Marsal
Hier wird der provisorische Sitz bis Mitte 2022 sein.
Hier wird der provisorische Sitz bis Mitte 2022 sein. Claudia Marsal
Kay Plichta ist der zweite Geschäftsführer und Mitinhaber.
Kay Plichta ist der zweite Geschäftsführer und Mitinhaber. Claudia Marsal
Prenzlau

Nur noch wenige Wochen, dann wird der ehemalige Mitropa-Bau fast dem Erdboden gleichgemacht. Die Besitzer der Immobilie am Prenzlauer Bahnhof, Stephan Holzheimer und Kay Plichta vom „Rad der Stadt”, haben eine weitreichende Entscheidung getroffen. Weil die Verkaufsfläche in ihrem Fahrradgeschäft nicht mehr den Bedürfnissen entsprach, nehmen die beiden Unternehmer ein radikales Umbauprojekt in Angriff.

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In dem bisherigen Gebäude gehen nach mehrwöchigem Räumungsverkauf am 30. November die Lichter aus. Dann zieht das sechsköpfige Team provisorisch in ein nur 300 Meter entfernt liegendes, ehemaliges Fahrradgeschäft in der Stettiner Straße 54. Dort soll der Betrieb bis Mai 2022 auf kleiner Flamme weiterlaufen. Derweil werden sich im alten Domizil Baufirmen aus der Region die Klinke in die Hand geben und ein fast komplett neues Fahrradhaus entstehen lassen. Dieses Objekt soll keine Wünsche mehr offen lassen, schwärmt Stephan Holzheimer im Gespräch mit dem Uckermark Kurier von den ambitionierten Plänen.

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Die Verkaufsfläche werde sich nahezu verdoppeln, kündigt er an: „Auf 400 Quadratmetern haben wir künftig viel besser Gelegenheit, unsere Waren zu präsentieren.” Auch die Werkstatt soll eine enorme Aufwertung erfahren und sechs hochmoderne Arbeitsplätze bekommen. Vor allem für die Elektroräder der Zukunft müsse man gewappnet sein, beispielsweise mit pneumatischen Liften und Computertechnik, sagen die Chefs.

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Da es aber auch künftig nicht ohne Handarbeit gehen wird, suchen sie schon jetzt Verstärkung, sowohl für Werkstatt als auch Verkauf. Quereinsteiger sind gern gesehen. Der Haupteingang wird auch im neuen Gebäude vorn sein, „aber über den separaten Hintereingang werden wir alle Serviceleistungen abwickeln, quasi so wie in einem Autohaus.” Die „Rad der Stadt”-Eigentümer sind zuversichtlich, dass ihre große Investition an diesem Standort die richtige Entscheidung ist. „Durch Corona hat die Branche unheimlichen Aufschwung erfahren. Zum Glück hatten wir gleich nach dem ersten Lockdown fleißig geordert, so dass der Verkaufsraum – anders als bei vielen Mitbewerbern – nie leer war, sondern selbst jetzt am Ende der Saison noch Räder zu finden sind.”

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