Überraschung für Preisträgerin

Altes Dokument erinnert an Familiengeschichte

Als Albert Wolter aus dem Uckermark Kurier erfuhr, dass Annemarie Giegler geehrt wurde, fiel ihm wieder eine Entdeckung ein.
Vor wenigen Tagen erhielt Annemarie Giegler den Max-Lindow-Preis. Dazu gratulierte auch Prenzlaus Bürgermeister Hendrik S
Vor wenigen Tagen erhielt Annemarie Giegler den Max-Lindow-Preis. Dazu gratulierte auch Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer. Bernhardt Rengert
Templin

Dass die Templiner Autorin Annemarie Giegler den diesjährigen Max-Lindow-Preis bekommen hat, das freut auch Albert Wolter. Der 85-Jährige ist in Weggun zu Hause. „Ich lese die Kolumne von Frau Giegler im Uckermark Kurier gern und verstehe jedes Wort“, so der alte Herr am Telefon. Kein Wunder, auch Albert Wolter spricht Plattdeutsch. „Früher haben wir zu Hause mit meinen Großeltern in der bäuerlichen Wirtschaft nur platt geredet. So etwas verlernt man nicht.“

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Gemeldet hat sich Albert Wolter jedoch nicht nur, um Annemarie Giegler zu ihrer Auszeichnung zu gratulieren. Vielleicht habe er ja noch eine Überraschung für sie, so der Uckermärker. „Neben uns hat früher auch eine Familie Giegler gewohnt. Das ist allerdings schon ewig her. Das Haus steht inzwischen nicht mehr.“ Bevor es abgerissen wurde, habe er in der Ruine ein Schriftstück entdeckt. „Einen Eigentumsnachweis der Familie, der 1833 auf Schloss Boitzenburg ausgestellt wurde. Was genau darin steht, kann ich leider nicht lesen. Es ist in Sütterlin geschrieben“, so Albert Wolter. Möglicherweise sei das ja ein historisch wertvolles Dokument, für das sich die Autorin interessiere.

Lieber Tischler statt Bauer geworden

Ein Anruf, über den sich die Templinerin Annemarie Giegler sehr gefreut hat. „Es stimmt wirklich, dass mein verstorbener Mann Verwandtschaft in Weggun hatte“, erzählte sie. Das Ehepaar Giegler, das dort eine Landwirtschaft betrieb, hatte keine Kinder. „Deshalb war eigentlich vorgesehen, dass mein Mann die beiden beerbt und die Landwirtschaft übernimmt.“ Doch daraus sei nichts geworden. „Mein Mann wollte partout nicht Bauer, sondern lieber Tischler werden. Und so ist es ja auch gekommen“, berichtete Annemarie Giegler. Sie selbst habe die Gieglers in Weggun persönlich nicht mehr kennengelernt. „Aber mein Mann hat öfter von ihnen erzählt.“

 

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