DARK SKY UCKERMARK

Am Donnerstag gehen die ersten Blinklichter aus

Es gibt Fortschritte bei der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung von Windrädern in der Uckermark. Bald gehen die ersten Lichter aus.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Ende Mai wurde einer der Radartürme für Dark Sky bei Steinfurth in Betrieb genommen.
Ende Mai wurde einer der Radartürme für Dark Sky bei Steinfurth in Betrieb genommen. Konstantin Kraft
Uckermark.

An diesem Donnerstag, dem 29. August, in der Zeit zwischen 20 und 22 Uhr sollen die ersten Blinklichter an Windrädern in der nördlichen Uckermark dunkel bleiben. Der Grund: Die Firmen Enertrag und Dark Sky beginnen die ersten Tests für die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung von Windrädern mithilfe eine Primärradarsystems. Dies teilte Enertrag am Mittwoch mit.

Zahlreiche Windräder

Die Einwohner von Carmzow, Casekow, Fahrenholz, Falkenhagen, Groß Pinnow, Güstow, Horst, Kleisthöhe, Kleptow, Klockow, Kunow, Kutzerow, Nadrensee, Neurosow, Rosow, Trampe, Wallmow, Wartin, Wendtshof und Woltersdorf sollen die ersten sein, die am Donnerstagabend das Ausschalten der Blinklichter miterleben können. Es werden etwa 60 Windkraftanlagen, die bereits mit dem Radarsystem verbunden sind, für den Testzeitraum dunkel geschaltet, präzisierte Pressesprecherin Dr. Nadine Haase von Enertrag.

25 Kilometer Radius

Ziel sei es, die Akzeptanz für die Windenergie in der Bevölkerung zu steigern. „Wir arbeiten seit 20 Jahren daran, aber der Durchbruch kam erst jetzt, als es uns gelang, mit nur zwei Radartürmen ganze Landkreise zu erfassen”, sagte Jörg Müller, Vorstandvorsitzender bei Enertrag. Über die beiden Radartürme kann Dark Sky jede Flugbewegung im Umkreis von 25 Kilometern erfassen, die Flugroute bestimmen und die Blinklichter der Windanlagen bedarfsgerecht einschalten.

95 Prozent der Zeit dunkel

Nach dem ersten Testbetrieb am Donnerstag sollen im September die Testflüge der Deutschen Flugsicherung folgen. Sobald die Tests bestanden sind, werde die Zahl der Anlagen immer weiter erhöht, so Enertrag. In Zukunft sollen die Windräder nur noch dann befeuert werden, wenn sich ein Flugzeug auf 4000 Meter und in einer Höhe von 600 Meter nähert. Zu 95 Prozent der Zeit sollen die Lichter in der Nacht so ausbleiben.

 

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