Der Sitz der Gemeindeverwaltung in Pinnow könnte bald anders genutzt werden.
Der Sitz der Gemeindeverwaltung in Pinnow könnte bald anders genutzt werden. Konstantin Kraft
Kommunalpolitik

Amtsdirektor in Oder-Welse abgewählt

Mitten in der Auflösung des Amtes Oder-Welse muss der langjährige Amtsdirektor Detlef Krause seinen Posten räumen.
Pinnow

Bei einer Sitzung des Amtsausschusses von Oder-Welse in Pinnow ist der langjährige Amtsdirektor Detlef Krause abgewählt worden. Neun von zehn Mitgliedern stimmten für den Abwahlantrag des Ausschussvorsitzenden Gerd Regler. Ein Abgeordneter votierte dagegen. Krause muss seinen Posten damit nach 28 Jahren Dienstzeit räumen. Die Abwahl des Hauptverwaltungsbeamten fällt mitten in den Auflösungsprozess des Amtes Oder-Welse. Die Gemeinden Schöneberg, Berkholz-Meyenburg, Passow und Mark Landin wollen das Amt gen Schwedt verlassen. Pinnow strebt eine Mitverwaltung durch Angermünde an.

Sand im Getriebe

„Es ist kein Vertrauen mehr da“, begründete Gerd Regler den Abwahlantrag gegen Detlef Krause. „Nur ohne ihn ist ein vernünftiger Übergang möglich“, setzte er nach. Regler zeigte sich überzeugt davon, dass Krause die Auflösung des Amtes womöglich weiter blockiert hätte. „Er hat immer Sand ins Getriebe geworfen.“Die Verwerfungen im Zusammenhang mit der Zerschlagung des Amtes Oder-Welse hätten bereits Spuren in der Verwaltung hinterlassen. „Wir hatten eine Erosion des Mitarbeiterstammes, weil viele gekündigt haben“, sagte Gerd Regler.

Auflösung jetzt schwieriger?

Als einziger gegen den Abwahlantrag stimmte Gerd Podschadel. Der Gemeindevertreter aus Pinnow vertritt mit Blick auf Umstrukturierung der Amtsverwaltung eine gegenteilige Meinung. „Die Auflösung des Amtes wäre mit Detlef Krause schneller gegangen“, meinte er. Podschadel sieht die Gefahr, dass sich das Verfahren für die Gemeinden nun schwieriger und langwieriger gestalten könnte.

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