Noch im April war Katrin Fürstenau (rechts), hier im Bild mit Sylvia Münchmeyer vom Hauskrankenpflege Monika Heide,
Noch im April war Katrin Fürstenau (rechts), hier im Bild mit Sylvia Münchmeyer vom Hauskrankenpflege Monika Heide, optimistisch, dass die Zukunft der Wisent-Apotheke in Boitzenburg gesichert ist. Horst Skoupy
Schock in Boitzenburg

Apotheken in Boitzenburg und Templin schließen

Eigentlich sollten die beiden Einrichtungen in der Uckermark verkauft werden. Doch im letzten Moment sei der Deal geplatzt, so die Verwalterin.
Boitzenburg

Die Nachricht ist ein Schock, vor allem für viele ältere Boitzenburger. Die Wisent-Apotheke schließt zum Ende der Woche. Darüber informierte Verwalterin Katrin Fürstenau. Doch nicht nur die Apotheke in Boitzenburg ist von der Schließung betroffen, auch in der zweiten Apotheke des Eigentümers, der „Neuen Apotheke“ in Templin, gehen am Wochenende die Lichter aus.

+++ Sorge um Apotheke in Boitzenburg unbegründet +++

Bereits im April dieses Jahres hatten die Boitzenburger schon einmal um ihre Apotheke gebangt. Sie war damals für zwei Wochen geschlossen worden. Zudem machten Verkaufsgerüchte die Runde, der Uckermark Kurier berichtete. Damals konnte Katrin Fürstenau noch beschwichtigen. Die Schließung hatte lediglich Krankheitsbedingte Gründe. Darüber hinaus führte der Eigentümer tatsächlich Verkaufsverhandlungen. Nach damaligem Stand schien es, als sei die Zukunft der Apotheke gesichert. Doch diese Hoffnung hat sich jetzt zerschlagen.

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Für Katrin Fürstenau sowie für ihre Kollegen sowohl in Boitzenburg als auch in Templin ist das eine bittere Entscheidung. Sie müssen sich nach einem anderen Job umsehen. Apotheker-Mitarbeiter werden zwar gesucht, weiß sie. Doch sie wird auf jeden Fall künftig Fahrten zur Arbeitsstelle in Kauf nehmen müssen. „Für uns als Gemeinde Boitzenburger Land ist die Schließung der Apotheke sehr tragisch“, schätzte auch Bürgermeister Frank Zimmermann (parteilos) ein. Der Anteil der älteren Bevölkerung sei in der Gemeinde sehr hoch. Eine Apotheke im Ort würde wie eine Schule oder ein Arzt zu den grundsätzlichen Standortfaktoren gehören. Für viele Ältere werde die Schließung der Apotheke ein Problem, weiß er.

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