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Nach langer Pause setzen Bauleute der Firma Stein auf Stein Templin die Bauarbeiten für die neue Grundschule auf dem Gelände der Aktiven Naturschule Templin fort. Horst Skoupy
Bauvorhaben

Arbeiten an neuer Grundschule in Templin gehen weiter

Der Bau einer neuen Grundschule für die Aktive Naturschule war ins Stocken geraten. Doch die Probleme, die ihn verzögert hatten, sind überwunden.
Templin

Wie es aussieht, hat der Verein Freie Schule Prenzlau e. V., der sowohl in der Kreisstadt als auch in Templin Träger der Aktiven Naturschule ist, eine lange Durststrecke überwunden. Seit fünf Jahren plant der Verein den Bau eines neuen Grundschulteils. Im Februar vergangenen Jahres war schließlich der Startschuss gefallen und die Grundplatte für den Neubau gegossen worden.

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Doch dann geriet der Bau ins Stocken. Explodierende Materialpreise hatten das fragile Finanzierungskonzept aus einem Mix aus Eigenmitteln und einer Leader-Förderung ins Wanken gebracht. Mit der Folge, dass im Sommer 2021 zum einen ein Nachschlag beim Fördermittelgeber beantragt und zum anderen das Vorhaben auf Einsparpotenziale abgeklopft werden musste. Als wenn damit nicht schon genug Probleme verbunden wären, musste die Schulleitung im März 2021 einen Brand in der Holzwerkstatt und Ende Dezember 2021 einen massiven Schaden durch einen Wasserrohrbruch im Haus verkraften, der Uckermark Kurier berichtete.

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Nach Monaten der Anspannung können Standortkoordinatorin Daniela Seidel sowie Architektin und Generalplanerin Nina Jeroch wieder etwas optimistischer in die Zukunft schauen. „Alle Genehmigungen und Nachgenehmigungen für die veränderten Planungen liegen jetzt vor“, konnte Nina Jeroch berichten. „Und wir hoffen, noch jetzt im Monat Mai, einen neuen schriftlichen Fördermittelbescheid vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung zu bekommen“, ergänzte Daniela Seidel.

Sichtbarer Ausdruck, dass das Vorhaben neuen Schwung aufgenommen hat, sind die Bauarbeiter der Templiner Firma Stein auf Stein Hochbau, die derzeit dabei sind, auf dem Fundament die Außen- und Innenmauern im Erdgeschoss hochzuziehen. Sie sind Teil des veränderten Baukonzepts. Statt aus Holz werden sie in Massivbauweise aus Stein errichtet. Die Firma fertigt auch die Decke. „Wir hoffen, dass wir noch im Sommer mit dem Holzbau im Obergeschoss beginnen können. Dann wird auch schon etwas von der Optik des Gebäudes mit Holzfassade zu sehen sein“, kann es Daniela Seidel kaum erwarten.

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Mit Prognosen sind die beiden Frauen angesichts der Erfahrungen der vergangenen Monate vorsichtig geworden. Einen Blick voraus wagen sie trotzdem. „Geplant ist, den Baukörper noch in diesem Jahr zu schließen“, so Nina Jeroch. Entsprechende Verträge mit allen Gewerken sind dazu geschlossen. Sie hofft, dass nicht neue Preiserhöhungen oder Materialstau den Bau verzögern. Über die Wintermonate sei dann der Innenausbau vorgesehen. Großes Ziel ist, so die Standortkoordinatorin, zum Schuljahr 2023/24 die neuen Erstklässler im neuen Gebäude einzuschulen.

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