STRAßENSANIERUNG IN MILMERSDORF

Ausbau von maroder Piste fordert seinen Preis

In Milmersdorf sind die Gemeindevertreter hin- und hergerissen. Sie bekommen eine neue Straße, müssen aber erneut massive Verkehrseinschränkungen hinnehmen.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Jürgen Haase (links) vom Landesbetrieb Straßenwesen stellte den Gemeindevertretern von Milmersdorf die Ausführungsplanung für den Ausbau der maroden Betonstraße vor.
Jürgen Haase (links) vom Landesbetrieb Straßenwesen stellte den Gemeindevertretern von Milmersdorf die Ausführungsplanung für den Ausbau der maroden Betonstraße vor. Horst Skoupy
Milmersdorf.

Nach der Sanierung der Ortsdurchfahrt durch Milmersdorf entlang der Landesstraße 100 und dem Bau eines neuen Kreisverkehrs soll noch in diesem Jahr damit begonnen werden, die marode Betonstraße zu erneuern. Das stellte am Montagabend Jürgen Haase vom Landesbetrieb Straßenwesen auf der Gemeindevertretersitzung in Aussicht. Bei der Straße handelt es sich um einen Abschnitt auf der Landesstraße 23, der zu den Hauptverkehrswegen durch den Ort zählt. Die Betonpiste befindet sich in einem schlechten Zustand.

Gute Nachrichten

Schon im Zuge des Straßenausbaus auf der L 100 war der Gemeinde vom Land in Aussicht gestellt worden, auch diesen Abschnitt zu erneuern. Die Tatsache, dass Jürgen Haase jetzt die Ausführungsplanung mit einem Baubeginn in diesem Jahr vorstellte, wertete Bürgermeister Klaus-Christian Arndt (SPD) als positives Signal. Ebenso gut kam bei den Gemeindevertretern die Information an, dass das rund 706 000 Euro teure Vorhaben zu 95 Prozent gefördert wird, und für die Gemeinde unter dem Strich ein Eigenanteil von 1000 Euro stehen bleibt.

Weitere Vollsperrung

Und dennoch war die Ankündigung mit einer bitteren Pille verbunden. Nach zwei Jahren mit Verkehrseinschränkungen im Ort durch den Ausbau der L 100 soll jetzt erneut unter Vollsperrung der L 23 gebaut werden. Damit nicht genug. Vom Ablauf her ist ein frühester Baubeginn im Herbst geplant, so Haase. Der gesamte Vorhaben soll sich bis zum April 2020 hinziehen. Für Kraftfahrer bedeutet das erneut weiträumige Umleitungen, für die Einwohner Einschränkungen. Brisantes Detail: An der L 23 befindet sich die Feuerwehr-Ausfahrt.

Vorschläge unterbreitet

Angesichts der Tatsache, dass erneut über den Winter gebaut werden soll, regten die Gemeindevertreter an, von vorn herein den Ausbau in zwei Abschnitten vorzunehmen. Aus ihrer Sicht hätte das den Vorteil, während der Bauphase die Alte Templiner Straße noch nutzen zu können, was die Situation der Vollsperrung entschärfen würde. Zudem wünschten sie sich, dass die Straßenbaustelle während der Winterpause so hergerichtet wird, dass sie befahren werden kann. Jürgen Haase nahm die Vorschläge zunächst mit.

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