TREIBJAGD

Ausländische Jäger in der Uckermark trotz Corona zulässig

Wegen der Pandemie gelten überall Reisebeschränkungen. Da wundert es einen Uckermärker, dass an einer Treibjagd auch Niederländer beteiligt waren.
Dass Jäger aus dem Ausland an Treibjagden in der Uckermark teilnehmen, verstößt nicht gegen Coronabeschrä
Dass Jäger aus dem Ausland an Treibjagden in der Uckermark teilnehmen, verstößt nicht gegen Coronabeschränkungen, stellt das Land klar. Friso Gentsch
Prenzlau ·

Eine Treibjagd bei Poratz am vergangenen Wochenende hat bei einem Uckermärker (Name ist der Redaktion bekannt) eine Grundsatzfrage ausgelöst. Seines Wissen waren an dieser Jagd auch Jäger aus den Niederlanden beteiligt. Angesichts der Reisebeschränkungen, die überall gelten, hält er es für fragwürdig, dass Jäger aus dem Ausland für Jagden in die Uckermark geholt werden.

Auf Unterstützung angewiesen

Dietrich Mehl, Leiter der Landeswaldoberförsterei Reiersdorf, bestätigte, dass die Treibjagd am Wochenende bei Poratz stattgefunden habe. So wie viele andere, die in der Vergangenheit durchgeführt wurden, habe auch diese neben der Pflicht zur Erfüllung von Abschussplänen dazu gedient, Schwarzwild zu erlegen. „Wir haben neben Corona mit der Afrikanischen Schweinepest eine weiteres Problem“, sagte er. Um eine Ausbreitung zu erschweren, sollen Wildschweine als Überträger der Krankheit verstärkt bejagt werden. Es sei üblich, dass an solchen Treibjagden auch auswärtige Jäger teilnehmen. „Wir sind viel zu wenig Jäger und daher auf diese Unterstützung angewiesen“, erklärte Dietrich Mehl.

Hygienekonzept entscheidend

Eine solche Praxis verstoße nicht gegen Coronaeinschränkungen, informierte Sebastian Arnold, Pressereferent im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg. „Die Jagdausübung, unabhängig ob die Einzeljagd oder Gesellschaftsjagd, ist möglich, wenn ein Hygienekonzept vorliegt und die erforderlichen Abstandsregelungen eingehalten werden.” Dabei sei nicht relevant, woher ein Jäger komme. „Es wird nicht nach der Herkunft der Jagdteilnehmer unterschieden“, stellte er klar.

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Kommentare (8)

Die Jagdausübung in einer Gruppe wie bei der Treibjagd ist von den Ausgangsbeschränkungen ausgenommen und das gilt natürlich unabhängig von der Nationalität. Aber bei der Einreise nach DE aus einem Risikogebiet muss eine 10tägige Quarantäne erfolgen, die frühstens nach 5 Tagen mit einem negativen Test beendet werden kann. Und zweitens sind Übernachtungen aus touristischen Gründen in Brandenburg und Berlin verboten. Ich perönlich würde die Jagdausübung bei extra angereisten Jägern als Hobby charakterisieren und nicht als Berufsausübung wie bei den hiesigen Förstern und Übernachtungen aus touristischen Gründen sind nicht gestattet. Darauf müssen viele andere Menschen auch verzichten.

... muss es aber nicht. Es gibt Jäger die es als Hobby betreiben und es gibt Berufsjäger. Die Ausbildung zum Berufsjäger dauert 3 Jahre.

Die angebliche Bekämpfung der Schweinepest durch Bejagung ist generell fragwürdig. Der Hauptverbreiter ist nämlich der Mensch durch Tiertransporte, Nahrungsmittel und eben Jagdtourismus.
Die Schweinepest ist eine Habitatseuche gegen die nicht geimpft werden kann.
Und zu glauben, die Wildschweinpopulation durch Jagd zu dezimieren ist einfach nur Nonsens. Solange der Tisch durch mannigfaltige Monomaiskultur immer wieder für die Schweine gedeckt wird, wird sich die Population nicht verringern. Von Mirren mal ganz abgesehen...
Experten gehen sogar vom Gegenteil aus:
"Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird. Weiterhin tritt bei intensiver Bejagung die Geschlechtsreife deutlich früher – vor Ende des ersten Lebensjahres – ein, so dass bereits Frischlingsbachen trächtig werden. Auch das Durchschnittsgewicht der erstmalig fruchtbaren Wildschweine ist bei hohem Jagddruck geringer. In Gebieten, in denen wenig Jäger unterwegs sind, ist die Vermehrung der Wildschweine deutlich geringer, die Geschlechtsreife bei den Bachen tritt später und erst bei einem höheren Durchschnittsgewicht ein. "
2009, Journal of animal ecology, Sabrina Servanty.
Das ist alles purer Aktionismus, um der Agrar- und Schweinemastlobby gefällig zu sein.

nicht Mirren

Eine Frage Simsalabim, sei mir gestattet, essen sie eigentlich Fleisch oder sind sie Vegetarier oder Veganer oder wie das auch alles heißen mag. Es folgen keine Beleidigungen, weil ich sowas respektiere. Umso mehr Fleisch kann ich essen😋.
Und zum Artikel, ich wette die haben hinterher noch anständig einen , zusammen selbstredend, in der Jägerhütte , gezischt🍻.
Und an Pommes, verkneif es dir , Jäger sind Grün, (Trachtenmäßig).

Fleisch von Tieren aus eigener Haltung oder aus dem Bekanntenkreis.
Ich schlachte, wurste, räucher, gerbe, trockne - das ganze Programm.
Auswärts esse ich vegetarisch, wenn ich mir nicht sicher bin, ob der Qualität des Fleisches.
Auch Wild vom Jäger des Vertrauens.

👍

Zahlt halt gut. Hege und Pflege ist eben auch im Kapitalismus angekommen. Zu wenig Jäger - ich glaube mein Schwein pfeift