HOFZUWACHS

Ausreißerin beschert Stahlbauer Welpenglück

Peter Ost kümmerte sich rührend um einen Findling. Aber als es hieß, von dem Hund Abschied zu nehmen, war außer ihm und seiner Frau noch jemand anders traurig.
Unternehmer Peter Ost hat durch den Fundhund etwas Wichtiges über seinen vierbeinigen Schützling Joy erfahren.
Unternehmer Peter Ost hat durch den Fundhund etwas Wichtiges über seinen vierbeinigen Schützling Joy erfahren. Privat
Prenzlau.

Als Peter Ost vor vier Jahren von Berlin in die Uckermark zog, befand die Familie, dass zu einem richtigen Landleben auch ein Hund gehört. „Meine Schwägerin hat meiner Frau und mir dann den Vorschlag gemacht, doch einen Streunernachkommen aus den Karpaten aufzunehmen“, erinnert sich der 56-Jährige lachend zurück. Der vierbeinige Familiennachwuchs sei eine der klügsten Entscheidungen seines Lebens gewesen, resümiert der  Stahlbauer viele Monate später im Gespräch mit dem Uckermark Kurier.

Die aus der Tierobhut stammende Hündin namens Joy bereichere ihr Leben seitdem ungemeint, stellt der Selbstständige aus Kronhorst klar. Zum Glück hätten sie beide genug Zeit, um sich gut um den Zögling zu kümmern, ergänzt Peter Ost zufrieden. Deshalb sei er auch gar nicht unglücklich gewesen, als dieser Tage unverhofft ein weiterer Hundezuwachs auf den Hof kam. Junge Leute aus der Umgebung brachten nämlich ein Fundtier vorbei. Dabei handelte es sich ebenfalls um einen rumänischen Schäferhund-Mischling, dessen Besitzer nicht gefunden werden konnte.

Nicht übers Herz gebracht

„Weil wir auch so einen haben, dachten die Finder, dass er vielleicht uns gehört. Aber dem war nicht so.“ Peter Ost fackelte trotzdem nicht lange und sagte zu, ihn vorübergehend in Obhut zu nehmen. „Rückblickend frage ich mich, ob das überhaupt rechtens war. Vermutlich hätte ich die Polizei informieren und ihn ins Tierheim fahren müssen. Aber das brachte ich nicht übers Herz.“

Seine Joy ließ zudem keinen Zweifel daran, dass ihr der Artgenosse ebenfalls willkommen war. „Sie tollten sofort herum wie ein Herz und eine Seele“, erinnert sich Peter Ost, der im Job unter anderem Kneipen- und Gartenmöbel designt, zurück. Trotz der tierischen Sympathie machte sich der Wahl-Uckermärker zeitnah auf die Suche nach den rechtmäßigen Besitzern. Stundenlang fuhr Peter Ost die Umgebung ab und recherchierte, wo ein Hund abhanden gekommen war. Dabei führte ihn sein Weg sogar dorthin, woher der Ausreißer stammte.

Bald ein Welpe

„Aber die Besitzer waren zu diesem Zeitpunkt nicht da, und der zweite Hund auf dem Hof tat nicht so, als ob er den anderen erkennen würde“, erinnert er sich schmunzelnd zurück. Letztlich sprach sich dann aber herum,wohin der Findling gehört. Das Frauchen hat ihn mittlerweile wieder in die Arme schließen können. Der Abschied danach wird allerdings nicht von Dauer sein. Denn weil sich die beiden Tiere so gut verstanden hatten, haben die Osts beschlossen, einen Welpen aus dem nächsten Wurf zu nehmen.

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Kommentare (1)

Da geht einem doch das Herz auf! Respekt an die Hundehalter und Hunde.