Düstere Prognose

Bald nur noch 100 000 Uckermärker?

Hochrechnungen zufolge wird die Einwohner-Grenze durch Abwanderung und Geburtenrückgang im Landkreis spätestens in neun Jahren erreicht sein.
So wie hier in Eickstedt stehen viele Wohnblöcke auf den Dörfern der Region leer. Wer in den Landkreis zieht, will m
So wie hier in Eickstedt stehen viele Wohnblöcke auf den Dörfern der Region leer. Wer in den Landkreis zieht, will meistens lieber selbst bauen oder Eigentum sanieren. Claudia Marsal
Prenzlau

Für die Uckermark wurde schon vor Jahren prognostiziert, dass bis 2030 rund ein Viertel der Bevölkerung verschwunden sein wird, nachzulesen ist das auf der Internetseite des Landkreises unter der Rubrik demographische Entwicklung. Den Hochrechnungen zufolge wird die 100 000-Einwohner-Grenze durch Abwanderung und Geburtenrückgang spätestens in neun Jahren erreicht sein. Diese Entwicklung geht mit einer Erhöhung des Durchschnittsalters von aktuell circa 47 Jahren auf perspektivisch 56 Jahre einher.

33 Einwohner pro Quadratkilometer

Die prognostizierte Einwohnerdichte beträgt demnach bald nur noch 33 Einwohner pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: In Berlin tummeln sich auf dieser Fläche momentan 4 112 Menschen.

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Der Verlust in der Uckermark ist enorm, wenn man bedenkt, dass hier in Spitzenzeiten etwa 174 000 Menschen lebten. Vom Schrumpfungsprozess sei zwar nicht nur die Region betroffen, überall in Deutschland verzeichneten die statistischen Ämter einen Bevölkerungsrückgang, betonen die Experten der Kreisverwaltung: „In der Uckermark ist dieser Prozess allerdings am stärksten ausgeprägt.“

+++ Wie viele Berliner verträgt die Uckermark?  +++

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