DÜRREHILFE

Bauern wollen selbst Vorsorge treffen

Landwirte müssen schon immer Folgen von Wetterunbilden ausgleichen. Aber in Extremjahren ist das schwer. Deshalb wollen sie Rücklagen bilden.
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Dürre beherrschte das Landwirtschaftsjahr 2018. Doch Entschädigungen fließen spärlich.
Dürre beherrschte das Landwirtschaftsjahr 2018. Doch Entschädigungen fließen spärlich. Sigrid Werner
Grünow.

Die Trockenheit hat in der Landwirtschaft der Uckermark 2018 fast flächendeckend zu Ertragsausfällen von 30 bis 50 Prozent geführt. Zwar hat das Land schon im vergangenen Jahr sogenannte Dürrehilfen in Aussicht gestellt. Doch laut Bauernverband Uckermark seien Entschädigungen allerdings erst an drei uckermärkische Betriebe ausgezahlt worden. Darüber informierte der Verband bei einem Treffen uckermärkischer Landwirte.

Schäden in Millionenhöhe

98 Unternehmen hatten den Angaben zufolge Anträge auf Dürrehilfe beim Land gestellt. Mögliche Zuwendungen in Höhe von bis zu 50 Prozent der Schäden waren existenzgefährdeten Betrieben in Aussicht gestellt worden. Das wären in der Uckermark insgesamt 9,864 Millionen Euro gewesen. Wegen der Überzeichnung des Fördervolumens, scheint ungewiss, wie hoch die Hilfen für die uckermärkischen Bauern am Ende tatsächlich ausfallen. Zudem hätten viele Betriebe gar nicht erst einen Antrag auf Unterstützung gestellt, weil der Zugang arg beschränkt gewesen sei.

Risikorücklage gefordert

Der Bauernverband Uckermark forderte für die Zukunft, dass Landwirtschaftsbetriebe steuerfreie Rücklagen bilden können, um künftig selbst besser für schlechte Zeiten vorsorgen zu können und nicht immer als Bittsteller dazustehen.

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