FÄLLARBEITEN

Baumschnitt soll aus Lychener Wald verschwinden

Was wird aus Ästen und Kronen, die nach Baumfällungen in der Kienofenpromenade liegen geblieben sind? Anwohner wollen die Antwort wissen.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Die Durchforstung des Waldes in der Lychener Kienofenpromenade soll im Herbst fortgesetzt werden.
Die Durchforstung des Waldes in der Lychener Kienofenpromenade soll im Herbst fortgesetzt werden. Horst Skoupy
Lychen.

Mehr als vier Monate ist es her, dass in der Lychener Kienofenpromenade am Hang hinter den Wohnhäusern Bäume gefällt wurden. Die Stämme sind abtransportiert, doch die Kronen und Äste liegen immer noch an Ort und Stelle. „Bleibt das so?“, wollte Barbara Ladendorf im Namen von Anwohnern wissen.

Wegen Grundstücksverkauf begonnen

Das sei nicht der Fall, sagte Stadtförster Hilmar Alexandrin. Allerdings sei die Durchforstung noch nicht abgeschlossen. In dem städtischen Waldstück am Hang sollen Bäume entnommen werden, die sich gefährlich in Richtung der bebauten Grundstücke neigen. Im Frühjahr war der Anfang hinter dem Osteuropa-Haus gemacht worden. Hintergrund dafür war der bevorstehende Verkauf des Grundstückes, in dem ein Lychen-Museum entstehen soll. Aus der Verantwortung der Stadt heraus für die Sicherheit der Immobilie waren die Fällarbeiten vor dem Eigentümerwechsel vorgenommen worden.

Durchforstung geht noch weiter

Seither hätten verschiedene Gründe den Fortgang der Durchforstung verzögert. Hilmar Alexandrin hofft, die sich die Situation jetzt entspannt. Es sei geplant, die Fällarbeiten im Herbst fortzusetzen. Der Baumbestand in der Nähe der bebauten Grundstücke habe dabei Priorität.

Lösung für Baumschnitt vorgesehen

Um den Baumschnitt aus dem Wald zu holen, bemühe sich die Stadt um sogenannte Selbstwerber. Sie sollen in Eigeninitiative die Kronen und Äste für ihren eigenen Bedarf aufarbeiten, so Hilmar Alexandrin.

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Kommentare (7)

Den Vorschlag mit den Selbstwerbern finde ich richtig gut. Oft bleiben viele dicke Äste einfach im Straßengraben liegen. Mein Haus wird im Winter hauptsächlich mit diesen liegengebliebenen Ästen beheizt.

, dass Sie eine Erlaubnis dafür hatten das Holz aus dem Wald oder von den Flächen zu holen. Andernfalls wäre das ja Diebstahl.

Was wird heutzutage, nicht geklaut, dann sollen, die Arbeiter, Ihren Arbeitsplatz, abends bereumen

Nein, durch das Abladen der Baumschnittabfälle im Straßengraben, wurde in meinen Augen das Besitzrecht aufgegeben.

dass der Flächeneigentümer dies genauso wollte. Zum Beispiel für wild lebende Tiere wie Igel oder Mäuse.. Und dann kommt einer und ist der Meinung alles zu zerhacken und die guten Sachen in den Ofen zu werfen. Ich nehme ja auch nicht einfach Blumenkübel von meiner Nachbarin vor der Haustür weg.

Selbst wenn Sie auf Flächen außerhalb Ihres Eigentums nur einen Ast abbrechen kann das Sachbeschädigung sein, wenn der Flächeneigentümer das so auslegen will.
Ich hoffe ja nicht, dass Sie erstmal ihren Heckenschnitt in den Anhänger werfen um diesen dann gegen Holz aus dem Wald einzutauschen.. Von wegen "ich gebe ja, dann darf ich auch nehmen"

Durch das Ablegen von Gegenständen wird nicht einfach so Besitzrecht abgegeben... Sperrmüll darf auch keiner mitnehmen, außer der Abholdienst und der Eigentümer selbst. Es heißt ja auch nicht, dass jede Tasche die neben jemanden auf der Parkbank liegt, frei ist zum mitnehmen...

Ich würde an Ihrer Stelle da vorsichtig sein und immer den Flächeneigentümer fragen. . In anderen Ländern wird bei Diebstahl, zum Glück nicht in unserem Land, den Leuten die Hände abgehackt...

Keine Angst um mich! Die Herrenlosigkeit, des Baumbeschnitts kann ich gut belegen. Der Gemeindearbeiter, der vorher den Baumschnitt durchgeführt hat, fragte mich zudem ob er beim Transport helfen soll. Was aber nicht nötig war.

Wenn Sperrmüll ausserhalb der Sammelzeiten und Sammelorte abgelegt wird, gilt das übrigens auch als herrenlos.
Bei der Tasche auf der Parkbank, handelt es sich aber um ein besitzloses Gut, was rechtlich gesehen etwas völlig anderes ist.

Dann ist doch gut, hörte sich nur kurz so an, dass Sie der Meinung waren, ohne jegliche Erlaubnis des Flächeneigentümers oder deren beauftragte Bewirtschafter, Objekte von Flächen zu klauen. Da bin ich ja froh, dass das alles sauber bei ihnen läuft und Sie das alles scheinbar rechtens geregelt haben. Wären die Grünflächenpfleger vom Land bezahlt worden und Sie hätten die Hilfe für Ihre Bereicherung angenommen, hätte ich gerne einen kleinen Teil meiner Steuern von ihnen wieder haben wollen.... :-D aber auch da waren Sie scheinbar sehr großzügig und haben selbst verladen. Sie können dankbar auf die Politik sein, dass Staatseigentum ihnen geschenkt wird (wenn Objekte von staatlichen Flächen stammen) und über den Winter ihr Haus heizen. Ist doch klasse, dass das politisch möglich ist. Küssen Sie Merkels Hand :-D