Diese Styroporreste wurden in den Wald geschmissen.
Diese Styroporreste wurden in den Wald geschmissen. privat
Eins der vielen Fotos, die Ordnungsamtsleiter Rainer Mattukat in der Gemeinde Uckerland machen musste.
Eins der vielen Fotos, die Ordnungsamtsleiter Rainer Mattukat in der Gemeinde Uckerland machen musste. privat
Tätersuche

Bauschutt einfach in den Wald bei Lübbenow gekippt

Ärgerlich, wenn die Natur als Müllhalde missbraucht wird. Marcel Stamm aus Lübbenow hat zwei unschöne Funde gemacht und Anzeige beim Amt erstattet.
Lübbenow

Marcel Stamm ist geschockt. Der leitende Mitarbeiter eines Pflegeheimes hat zwei erschreckende Funde gemacht. Es begann mit einem Riesensack voll Styropor, den der Lübbenower auf dem Weg hinter seinem Haus in Richtung Güterberg entdeckte. Wenig später hatte er erneut Grund, sich zu ärgern. Da stieß er nur ein paar Meter weiter auf eine zweite illegale Müllablagerung. „Wir hatten uns kurz zuvor noch gewundert, dass ein weißer Pickup die Strecke langsam abgefahren war. Wir wissen natürlich nicht, ob der etwas damit zu tun hatte. Aber es war schon komisch, weil sich aufgrund des schlechten Fahrbahnzustandes eigentlich kaum jemand dorthin verirrt“, erinnert sich Marcel Stamm.

Anzeige beim Amt

Er findet es unerhört, dass sich Menschen in der Natur von ihrem Unrat verabschieden. „Dafür gibt es doch Deponien und Wertstoffhöfe.“ Kurz nach den Funden brachte er die Sache bei der Gemeinde Uckerland zur Anzeige.

Dort nahm sich Ordnungsamtsleiter Rainer Mattukat der Angelegenheit an. Auf Nachfrage des Uckermark Kurier ließ er wissen, dass es leider wirklich so sei, dass sich einige Mitmenschen ihres Mülles entledigten, ohne dass sie über die Folgen für Natur und Landschaft nachdenken würden.

Styropor abgelegt

„Für uns ist es immer wieder ein Ärgernis, auch weil die Allgemeinheit die Kosten für die Entsorgung tragen soll. In letzter Zeit haben wir vermehrt illegale Entsorgung im Gemeindegebiet Uckerland zu verzeichnen. So wie in diesem Fall, wo Styroporreste in Säcken in der Nähe des Waldes von Lübbenow abgelagert wurden, sind zum gleichen Zeitpunkt Styroporplatten am Weg von Trebenow nach Milow abgestellt worden. Wenn man beide Fälle miteinander vergleicht, dann könnte man annehmen, dass jemand seine Fassade am Haus wärmegedämmt und verschönert hat und im Gegenzug mit den Resten aus der Verschönerungsmaßnahme die Umwelt verschandelt.”

Landwirt entsorgt

Die Styroporplatten am Weg nach Milow sind durch den Landwirt Jürgen Steinberg auf seine Kosten bei der Firma Ramm Containerdienst in Prenzlau entsorgt worden, wofür wir ihm sehr dankbar sind. In dem Zusammenhang wies er uns darauf hin, dass am ehemaligen Bahnhof in Taschenberg-Ausbau ebenfalls Hausmüll und Bauschutt illegal abgelagert wurde und dieses nicht zum ersten Mal.

Leider ist es nicht immer möglich den Verursacher zu ergründen, sodass die Kosten für die Entsorgung über die Gebühren der Allgemeinheit getragen werden müssen.“ Im Landkreis Uckermark habe kein Bürger eine Veranlassung, sich seines Mülls illegal in der Natur zu entledigen, betont Mattukat: „Wenn die Gemeinde Uckerland auch über keinen eigenen Wertstoffhof verfügt, so besteht dennoch die Möglichkeit, den Müll, der nicht über den normalen Hausmüll entsorgt wird, auf dem Wertstoffhof bei der UDG in Prenzlau zu entsorgen.“

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