Opfer des Straßenausbaus

Bei Ahrensdorferin landet erneut Auto im Garten

Das Eckgrundstück von Gudrun Riedel, die im Templiner Ortsteil Ahrensdorf wohnt, scheint Unglücksfahrer magisch anzuziehen. Kein Wunder.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Eine Schneise der Verwüstung richtete ein Unfallauto am Sonntag im Garten von Gudrun Riedel aus Ahrensdorf an. Es war bereits der dritte Unfall dieser Art.
Eine Schneise der Verwüstung richtete ein Unfallauto am Sonntag im Garten von Gudrun Riedel aus Ahrensdorf an. Es war bereits der dritte Unfall dieser Art. Polizei
Die Schäden am Gartenzaun und im Garten selbst sind immens.
Die Schäden am Gartenzaun und im Garten selbst sind immens. Horst Skoupy
Die Schadenssumme dürfte bei vielen Tausend Euro liegen.
Die Schadenssumme dürfte bei vielen Tausend Euro liegen. Horst Skoupy
Die Airbags des Opels hatten wohl das Schlimmste für die beiden jungen Männer in dem Unglücksauto verhindert.
Die Airbags des Opels hatten wohl das Schlimmste für die beiden jungen Männer in dem Unglücksauto verhindert. Gudrun Riedel
Durch die Wucht des Unfalls waren beide Vorderräder abgerissen.
Durch die Wucht des Unfalls waren beide Vorderräder abgerissen. Polizei
Auf mehreren Metern Länge hatte der Unglückswagen die Zaunfelder niedergerissen.
Auf mehreren Metern Länge hatte der Unglückswagen die Zaunfelder niedergerissen. Polizei
In einer leichten Rechtskurve war das Auto einfach geradeaus gefahren.
In einer leichten Rechtskurve war das Auto einfach geradeaus gefahren. Polizei
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Ahrensdorf.

Bereits zum dritten Mal ist am Sonntag ein verunglücktes Auto im Garten von Gudrun Riedel in Ahrensdorf gelandet und hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Dieser Unfall allein würde sie vielleicht nicht auf die Palme bringen. Doch ihr Grundstück scheint Unglücksfahrer magisch anzuziehen, denn es ist bereits der dritte Unfall dieser Art innerhalb von zwei Jahren, den die allein lebende Ahrensdorferin erleben muss.

Wagen in der Rechtsbiege aus der Kurve geflogen

Ein Opel, der offenbar aus Richtung Petersdorf gekommen war, war in der leichten Rechtskurve geradeaus gefahren, hatte den Zaun durchbrochen, Büsche niedergewalzt, ein einbetoniertes Schild gefällt und einen Kirschbaum gestreift. Erst im Garten des Nachbarn war das Auto zum Stehen gekommen.

Fahrer und Beifahrer nach Unfall geflüchtet

Als wenn das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, seien die beiden Insassen auch noch vom Unfallort geflüchtet. Informationen der Polizei zufolge hätten allerdings zwei junge Männer – 30 und 32 Jahre alt – ermittelt werden können. Beide seien nicht im Besitz eines Führerscheins gewesen. Jetzt müsse allerdings noch geklärt werden, wer von beiden hinter dem Steuer saß.

Schlüssel gestohlen

Am Nachmittag meldete sich die Eigentümerin des Wagens. Bei einer Feier, an der auch die beiden Männer teilgenommen hatten, sei ihr der Autoschlüssel offenbar aus der Handtasche gestohlen worden. Dass ihr Auto in einen Unfall verwickelt war, habe sie erst mitbekommen, als die Polizei nach einer Halterabfrage am Sonntagmorgen vor ihre Wohnungstür stand.

Bereich entwickelt sich zum Unfallschwerpunkt

Für Gudrun Riedel hat sich der Bereich der Ortsdurchfahrt an der Einmündung zur Straße Ahrensdorfer zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. „Die Kurve hat es in sich. Sie fängt langsam an, wird aber immer steiler“, sagte sie. Viele Kraftfahrer würden sie unterschätzen und viel zu schnell hindurchfahren. Aus ihrer Sicht müsste etwas dafür getan werden, dass Autos vor der Kurve ihre Geschwindigkeit verringern müssen.

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