PROBEWARNUNG

Beim Warntag in der Uckermark läuft nicht alles glatt

Der für Donnerstag um 11 Uhr angesetzte Probealarm wegen einer vermeintlichen Katastrophe fand statt. Es lief aber einiges schief.
Viele Nutzer in der Uckermark erhielten über die Warnapp NINA nur eine Entwarnung, aber zuvor keine Warnung.
Viele Nutzer in der Uckermark erhielten über die Warnapp NINA nur eine Entwarnung, aber zuvor keine Warnung. Ines Markgraf
Prenzlau.

Am Donnerstag, beim ersten bundesweiten Warntag, der die Bevölkerung probeweise für Gefahren wie Naturkatastrophen oder Terroranschlägen hat sensibilisieren sollen, hat es im Landkreis Uckermark – wie auch anderswo – große Probleme gegeben. Nicht nur Leserinnen und Lesern des Uckermark Kurier fiel auf, dass keineswegs alle Sirenen Alarm auslösten, sondern dass das Warnsignal auch zu unterschiedlichen Zeiten erfolgte. Örtlich heulten die Sirenen erst 20 oder 25 Minuten nach 11 Uhr, der Zeit, zu der der Probealarm beginnen sollte. „Wir haben vom Landkreis jeweils nur eine Sirene pro Stadt, pro Amt beziehungsweise pro Kommune angesteuert”, erklärte der Ordnungsamtsleiter des Landkreises Uckermark Jörn Kober. „Es war den Gemeinden überlassen, weitere Sirene selbst zuzuschalten.” Die unterschiedlichen Zeiten ergäben sich aus technischen Gründen, von der Rettungsleitstelle könnten die Alarmsignale nur nacheinander, nicht zugleich ausgelöst werden.

Warnapp NINA funktioniert mangelhaft

Darüber hinaus merkten viele Uckermärker an, dass sie über die bundesweite Warnapp NINA gar nicht oder verspätet gewarnt wurden. Oftmals gab es auch nur eine Entwarnung über die App, ohne vorherige Warnung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erklärte dazu in einer Mitteilung, das Modulare Warnsystem (MoWaS), über das der Alarm in NINA angezeigt werden sollte, sei nicht dafür gerüstet gewesen, zeitgleich so viele Warnmeldungen auszusenden.

Unterdessen erklärte Ordnungsamtsleiter Jörn Kober, der Warntag werde in der Uckermark umfassend ausgewertet und dann würden Schlussfolgerungen und Konsequenzen gezogen.

 

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Kommentare (1)

... auf die Ergebnisse der Auswertung.

NINA habe ich schon ewig in Benutzung und bei Unwetterwarnungen hat das bisher auch regelmäßig funktioniert.
Heute habe ich die ganze Probe-Warnaktion doch tatsächlich total verpasst und erst zur Mittagspause bemerkt, dass doch irgendwas gewesen sein sollte.

Nun gut, kommt dann eben auch die Katastrophe bei uns die sprichwörtlichen 50 Jahre später.