Gas ausgeströmt
Lkw rammt Zapfsäule an Prenzlauer Tankstelle

Die Säule wurde vom Netz genommen.
Die Säule wurde vom Netz genommen.
Claudia Marsal

Ein Lkw hat eine Zapfsäule einer Tankstelle in Prenzlau gerammt. Gas strömte aus. Die Feuerwehr eilte sofort zum Unglücksort und sperrte das Gebiet weiträumig ab.

Einen Tag nach der Havarie in der Berliner Straße läuft der Betrieb am Montag an der dortigen „Sprint”-Tankstelle wieder normal. Nur die abgesperrte Zapfsäule für LPG- und Autogas zeugt davon, dass es hier am Sonntag ein Beinahe-Unglück gegeben hatte.

Die Prenzlauer Feuerwehr war am späten Nachmittag darüber informiert worden, dass ein Lkw die Anlage touchiert hatte. Die Alarmierung ließ die Kameraden das Schlimmste befürchten. Vor Ort angekommen, zeigte sich, dass bereits Gas ausströmte, weil eine Leitung gerissen war, sagt Feuerwehr-Pressesprecher Christian Straßburg: „Wir ergriffen sofort alle notwendigen Maßnahmen und sperrten weiträumig ab.” Passanten, Kraftfahrer und Anwohner des Heideweges wurden am Betreten der Gefahrenzone gehindert.

Nur unter Atemschutz

Das ausgetretene Gas musste mit Lüftern niedergeschlagen werden, so Straßburg: „Das war nur unter Atemschutz möglich.” Parallel dazu hatten die Einsatzkräfte den Hauptabsperrhahn gesucht und die Säule vom Netz genommen. Nach circa einer Stunde war die Lage unter Kontrolle gebracht.

Betreiber Steffen Bott hatte sich im Anschluss dankbar gezeigt und die Kameraden auf eine Lage Softeis aus seinem Haus eingeladen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich die Feuerwehrleute ihre Wochenenden um die Ohren schlagen”, ist sich der Unternehmer bewusst.

Die Wehr wiederum weiß, dass solche Dankesbeweise nicht die Regel sind. Die Betankung mit Gas ist momentan bei Sprint nicht möglich. Der Tankstellenbetreiber wartete am Montag auf Experten, die den Schaden begutachten und über das weitere Vorgehen zu entscheiden haben.