Jörg Zeitz, Frank Steinborn, Andreas Mellentin und Heike Kitzing (von rechts) haben am Mittwoch in Lychen gegen die Verni
Jörg Zeitz, Frank Steinborn, Andreas Mellentin und Heike Kitzing (von rechts) haben am Mittwoch in Lychen gegen die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze protestiert. Horst Skoupy
Kommunalpolitik

Beschäftigte von Charterer kämpfen um ihre Jobs in Lychen

Für die Mitarbeiter einer Charterfirma bleibt die politische Entscheidung der Stadtverordneten nicht ohne Folgen. Deshalb gingen sie auf die Straße.
Lychen

In Lychen haben am Mittwoch vier Bürger für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Sie sind allesamt Mitarbeiter der Aquare Charter GmbH, ein Charterunternehmen, das in der Stadt sogenannte Bungalow-Boote vermietet. Ihre Demonstration stand im Zusammenhang mit der Vergabe eines Pachtvertrages für die städtische Bootsanlagestelle ab 2023.

Obwohl sich der langjährige Charterer mit finanziell verbesserten Konditionen an der Ausschreibung der Stadt beteiligt hatte, hatten sich die Stadtverordneten mehrheitlich für einen anderen Bewerber entschieden. In einer ersten Reaktion hatte Aquare-Mitgeschäftsführer Christian Hampe angekündigt, dass sich das Unternehmen aus Lychen zurückziehen und dementsprechend den sieben Mitarbeitern der Station in der Stadt zum Jahresende kündigen werde.

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„Wir wollen auf unsere Situation aufmerksam machen”, sagte am Mittwoch Jörg Zeitz, Leiter der Station in Lychen. Viele der Bürger, die neugierig verfolgten, was auf dem Marktplatz passiert, äußerten, dass sie von der Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung nichts wussten. Tatsächlich war sie in einer nichtöffentlichen Sitzung gefallen, auch die Konzepte der Bewerber waren hinter verschlossenen Türen vorgestellt worden. „Wir werden hier ausgebootet und können absolut nicht nachvollziehen, warum das so ist”, sagte Jörg Zeitz.

Frank Steinborn erklärte, dass sich die vier Mitarbeiter persönlich zu der Demonstration entschlossen hatten, um ihre Arbeitsplätze zu retten. „Das ist auch kein Protest gegen den anderen Mitbewerber”, betonte er. Er hat die Hoffnung, dass die Konzepte den Bürgern der Stadt noch einmal vorgestellt werden und die Stadtverordneten ihre Entscheidung noch einmal überdenken.

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