1. WARNTAG

Bevölkerung wird mit 173 Sirenen gewarnt

Am 10. September geht es los , und es wird richtig laut. Zum ersten Mal findet bundesweit ein Warntag statt. Auch in der Uckermark wird geprobt.
Der Warntag findet auch in der Uckermark am 10. September statt.
Der Warntag findet auch in der Uckermark am 10. September statt. bbk
Uckermark.

Am 10. September findet der erste Warntag in der Bundesrepublik statt. Dieser basiert auf einem Beschluss der 210. Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder sowie auf die Empfehlung des Arbeitskreises V der Innenministerkonferenz und dessen Ausschuss für Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung. Ziel des Aktionstages ist es, das Thema Warnung in der Öffentlichkeit wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken und so die Bevölkerung für Sachverhalte wie Sirenensignale oder Stärkung der Selbsthilfefähigkeit zu sensibilisieren. Uckermark.

Um 11 Uhr werden die Sirenen angesteuert

An diesem Tag werden um 11 Uhr die 173  Sirenen in der Uckermark aktiviert, informierte Jörn Kober, Ordnungsamtsleiter in der Kreisverwaltung. Das werde entweder elektronisch durch die Integrierte Regionalleitstelle NordOst oder per Hand vor Ort am jeweiligen Sirenenstandort erfolgen. Die Uckermärker werden auch über den Rundfunk und über die kostenlose NINA-App „gewarnt“.

„Der Landkreis Uckermark hat bisher sehr gute Erfahrungen mit der WarnApp NINA machen können“, sagte Jörn Kober. So nutze die Verwaltung die App, die auf das Handy heruntergeladen werden kann, um während der Corona-Pandemie Informationen an die Nutzer herauszugeben. „Bei Hochwasser, Evakuierungen, Corona-Warnhinweise, Brände mit starker Rauchbildung können wir als Landkreis und natürlich auch jeder andere Träger des Brandschutzes die Möglichkeit nutzen, entsprechende Warnungen über die App abzugeben.

Die Anforderung einer Warnmeldung erfolge über einen nachweisbaren Weg. Diese Wege sind der Notruf 112 oder eine Anforderung via Digitalfunk in gewohnter Weise. Die Anforderung kann aber auch schriftlich erfolgen. Dabei kann der jeweils Meldende zwischen drei Warnstufen und das jeweilige Warnmittel (NINA-App, Rundfunk/TV-Sender regional beziehungsweise überregional) wählen. Am 10. September werden um 11 Uhr alle an das Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossenen sowie alle weiteren verfügbaren Warnmittel und -multiplikatoren, beispielsweise Sirenen, ausgelöst. 20 Minuten später wird ebenfalls durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Entwarnung für das gesamte Bundesgebiet über das MoWaS ausgelöst.

Das BBK plant, diesen Tag jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden zu lassen und somit die Wirkung zu verstärken, dass Warnanlässe – wie Brände, radioaktive Strahlung, Stromausfälle, Naturgefahren, Erdbeben, Überschwemmungen, aber auch Krankheitserreger wie das Coronavirus – bekannt gemacht werden. Im Vorfeld des Warntags können sich Bürger am 3. September um 11 Uhr über dieses Thema in einem Livestream auf der Internetseite des BBK informieren.

www.bbk.bund.de

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Kommentare (5)

Sehr geehrte Frau Markgraf,
Endabstimmung in der Uckermark in der nächsten Woche .Ziel des Aktionstages ist es, das Thema Warnung in der Öffentlichkeit wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken und so die Bevölkerung für Sachverhalte wie Sirenensignale oder Stärkung der Selbsthilfefähigkeit zu sensibilisieren.Im Zusammenhang mit Bränden, radioaktive Strahlung, Stromausfälle, Naturgefahren, Erdbeben, Überschwemmungen, aber auch Krankheitserreger wie das Coronavirus – ist das eine Aufforderung von ihnen uns zu bewaffnen zu bevorraten und gegebenen Falls die Selbstjustiz zu ergreifen?

"ist das eine Aufforderung von ihnen uns zu bewaffnen zu bevorraten und gegebenen Falls die Selbstjustiz zu ergreifen?"
Herr, schmeiß Hirn vom Himmel... Nur wenn das Oberstübchen gänzlich unmöbliert ist kommt man auf solch geistlose Frage.

...ein funktionsfähiges und auch zentral steuerbares Sirenensystem. Nach der Wende konnte man dieses gar nicht schnell genug entsorgen.
Nun, 30 Jahre später, kommt man auf darauf, dass die Idee wohl doch nicht so schlecht war. Immerhin. Aber was wir aktuell haben ist weit von dem entfernt, was mal vorhanden war. Jede Region kocht hier offenbar ihr eigenes Süppchen und baut ihr eigenes System. Man kann nur hoffen, dass sich diese Kurzsichtigkeit nicht irgend wann rächt.

War jeden Mittwoch 15.00 Uhr.

"Seit 1971 wurden von der "Warn- und Alarmzentrale des Luftschutzes der DDR" aus jeden Mittwoch um 13 Uhr alle 11 000 Sirenen im Land per Knopfdruck ausgelöst."

https://www.welt.de/print-welt/article177804/Abstieg-in-den-groessten-Fuchsbau-der-DDR.html